Bauarbeiten auf Raw-Areal haben begonnen

Magdeburg. Auf dem Gelände des ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerks (RAW) in Magdeburg-Salbke soll ein neues urbanes Quartier entstehen. Im Südosten von Magdeburg entsteht für 800 Mio. Euro ein Quartier mit rund 2.000 Wohnungen. Die historische Industrieanlage soll dabei nicht einfach verschwinden: Prägende Gebäude wie das Kesselhaus und der Wasserturm sollen erhalten, saniert und in die künftige Entwicklung integriert werden. Jetzt haben die Arbeiten begonnen.

2.000 Wohnungen geplant

Nach den aktuellen Planungen soll auf dem rund 25 Hektar großen Areal ein gemischt genutztes Quartier entstehen. Vorgesehen sind etwa 2.000 Wohnungen und rund 1.000 Arbeitsplätze. Ergänzend sind Geschäfte, Cafés, ein Supermarkt, eine internationale Schule sowie medizinische Einrichtungen geplant.

800 Millionen Euro Investition

Für die Entwicklung des ehemaligen RAW-Geländes wird ein Investitionsvolumen von rund 800 Millionen Euro genannt. Insgesamt soll eine Bruttogeschossfläche von etwa 510.000 Quadratmetern entstehen. Damit gehört das Vorhaben zu den größeren geplanten Quartiersentwicklungen in Magdeburg.

Industriegeschichte bleibt sichtbar

Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist der Umgang mit dem historischen Bestand. Die alten Industriegebäude sollen restauriert und teilweise für neue Nutzungen geöffnet werden. Der markante Schornstein soll erhalten bleiben und perspektivisch Teil eines Museums zur Industriegeschichte werden. Auch ökologische Aspekte sind Bestandteil der Planung. Bestehende Bäume sollen geschützt und geschützte Tiere wie die Zauneidechse im Zuge der Entwicklung berücksichtigt und gegebenenfalls umgesiedelt werden.

Vom Eisenbahnwerk zum gemischten Quartier

Das RAW in Salbke war einst ein bedeutender Standort der Eisenbahnindustrie in Sachsen-Anhalt. In der großen, elfschiffigen Wagenreparaturwerkstatt arbeiteten Handwerker verschiedener Gewerke. Heute steht die Anlage beispielhaft für den Strukturwandel ehemaliger Industrieareale. Mit der geplanten „Rawsburg“-Quartiersentwicklung soll aus dem historischen Industriestandort ein neues Zentrum zum Wohnen, Arbeiten, Lernen und Leben werden. Die Planungen verbinden damit Denkmalschutz und Revitalisierung mit einer umfangreichen städtebaulichen Neuentwicklung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert