Wasserkugel Deutzen: Abriss rückt näher

Foto: LMBV/Kathrin Falke
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Deutzen. Die historische Wasserkugel in Deutzen bleibt erhalten – zumindest vorerst. Die LMBV arbeitet weiter an der geplanten Demontage und späteren Sicherung des markanten Industriedenkmals. Neue Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass der Rückbau deutlich aufwendiger wird als ursprünglich angenommen. Ein Baubeginn wird inzwischen frühestens für Ende 2028 erwartet. Ein entscheidendes Problem ist die Beschichtung des Stahlfachwerks. Untersuchungen hatten bereits 2024 eine Belastung des Anstrichs mit Blei festgestellt. Der Lack kann deshalb nicht einfach entfernt werden. Die einzelnen Bauteile müssen unter aufwendigen Schutzmaßnahmen ausgebaut, luftdicht eingehaust und kontrolliert abgestrahlt werden.

Foto: LMBV/Kathrin Falke
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Zusätzlich besteht die Herausforderung darin, die rund 60 Meter hohe Konstruktion so zu zerlegen, dass es nicht zu einem unkontrollierten Einsturz kommt. Dafür waren detailliertere Untersuchungen der Bausubstanz notwendig.

Vermessung aus der Luft und am Stahlgerüst

Anfang August 2026 wurde die Wasserkugel deshalb umfassend vermessen und untersucht. Bauwerksprüfer und Seilzugtechniker begutachteten die Konstruktion, unter anderem auf Rostschäden. Zum Einsatz kamen auch Drohnen, Hebebühnen und Krantechnik. Die gewonnenen Daten sollen nun die Grundlage für die Überarbeitung der Rückbauplanung bilden.

Zukunft des Industriedenkmals bleibt offen

Die Wasserkugel wurde 1925 errichtet und 1938 nach Deutzen umgesetzt. Sie diente einst der Wasserversorgung des dortigen Braunkohlewerks und ist heute das letzte erhaltene Relikt dieser Industrieanlage. Das Bauwerk gilt als bedeutendes Industriedenkmal und weithin sichtbare Landmarke der Region.

Foto: LMBV/Kathrin Falke
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Eine vollständige Beseitigung des Bauwerks ist allerdings nicht das Ziel. Nach den bisherigen Planungen sollen die einzelnen Segmente demontiert, instandgesetzt und anschließend unter denkmalrechtlichen Vorgaben wieder montiert werden. Auch eine spätere Übertragung an einen privaten oder anderen öffentlichen Interessenten wird weiterhin angestrebt.

Damit steht die Deutzener Wasserkugel vor einem aufwendigen Balanceakt: Das Industriedenkmal soll gerettet werden, doch ausgerechnet sein Alter, die Korrosion und der bleihaltige Anstrich machen die Rettung zu einem technisch und finanziell anspruchsvollen Projekt.

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