Luckenwalder Ruine soll teilweise abgerissen werden

Foto: rottenplaces Archivfoto
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Luckenwalde. In Luckenwalde bereitet der marode Schornstein einer alten Industriebrache in der Beelitzer Straße zunehmend Sorgen. Laut Horst Förster-Schüz, dem Leiter der unteren Bauaufsichts- und Denkmalschutzbehörde des Landkreises Teltow-Fläming, „beginnt sich der Schornsteinkopf zu öffnen“. Bereits jetzt fehlen einzelne Ziegelreihen, Fugen sind ausgespült, und vertikale Risse ziehen sich durch das Mauerwerk.

Zustand verschlechtert sich sichtbar

Bei einer erneuten Kontrolle am 8. Juli 2025 stellte die Bauaufsicht fest, dass sich der oberste Spannring des Schornsteins gelöst hat. Zwar wurden laut Förster-Schüz noch keine direkten Maßnahmen verhängt, doch die Beobachtungen deuten auf eine Verschärfung der Bausubstanzgefährdung hin. Die bisherigen Einschätzungen aus März 2025, wonach keine akute Gefahr für Passanten bestehe, werden angesichts der jüngsten Entwicklungen zunehmend hinterfragt – zumal offenbar herabgestürzte Ziegel nahe des Gehwegs gefunden wurden.

Teilschritt: Eigentümer soll Schornstein teilweise abtragen

Die Behörde hat nun den Eigentümer der Brache in die Pflicht genommen und ihn aufgefordert, den Schornstein teilweise zurückzubauen. Sollte dieser nicht tätig werden, drohen Ersatzvornahmen – deren Kosten zunächst der Eigentümer, im Ernstfall aber der Landkreis und damit die Steuerzahler tragen müssten.

Förster-Schüz betont: „Sobald eine konkrete Gefährdung der öffentlichen Sicherheit vorliegt, werden sofortige Sicherungsmaßnahmen eingeleitet.“ Welche das konkret sind, hänge vom Zustand zum Zeitpunkt des Eingriffs ab.

Die Zukunft des historischen Bauwerks bleibt vorerst ungewiss – doch der Verfall ist unübersehbar. Eine dauerhafte Lösung ist dringend erforderlich, bevor aus der bröckelnden Ruine ein Sicherheitsrisiko wird.

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