Hagedorn übernimmt Porenbetonwerk-Gelände

Foto: Hagedorn
Foto: Hagedorn

Wedel. In Wedel bei Hamburg beginnt ein ambitioniertes Revitalisierungsprojekt: Die Hagedorn Unternehmensgruppe hat das Gelände eines stillgelegten Porenbetonwerks übernommen und macht die 5,6 Hektar große Industriebrache bis 2026 baureif. Ziel ist die Entwicklung eines modernen Gewerbeparks – ein Projekt mit Modellcharakter für nachhaltige Stadtentwicklung.

Die Fläche an der Industriestraße war bis Ende 2023 durch ein Erbbaurecht an einen Porenbetonbetrieb gebunden, im Eigentum der Vattenfall GmbH. Nun soll sie durch Hagedorn umfassend saniert und neu nutzbar gemacht werden. Das Unternehmen übernimmt nicht nur den Rückbau der alten Industrieanlagen, sondern auch die aufwendige Bodensanierung – ein Prozess, der durch mögliche Altlasten und Kampfmittelfunde zusätzlich erschwert wird. Ein Fachteam innerhalb der Hagedorn-Gruppe übernimmt die Sondierung der Verdachtspunkte.

Senior Projektentwickler Frederik Haverig erklärt: „Mit der Aufbereitung dieses Areals schaffen wir die Grundlage für eine zukunftsfähige, gewerbliche Nutzung – und das in einer Lage, die mit ihrer Nähe zu Hamburg und der guten Verkehrsanbindung höchste Standortqualität bietet.“

Es ist nicht das erste Projekt dieser Art für Hagedorn: Bereits in Rheinau (Baden-Württemberg) revitalisiert das Unternehmen ein ehemaliges Porenbetonwerk. Bundesweit hat die Gruppe laut eigenen Angaben bereits mehr als 3,5 Millionen Quadratmeter Industrieflächen erfolgreich umgewandelt.

Auch in Wedel trifft das Vorhaben auf breite Unterstützung. Bürgermeisterin Julia Fisauli-Aalto lobt die konstruktive Zusammenarbeit und sieht in der geplanten Umnutzung einen klaren Mehrwert: „Mit dem Projekt beginnt ein neues Kapitel für das Gelände und den Wirtschaftsstandort Wedel.“

Die Fertigstellung und Übergabe der baureifen Fläche ist für das Frühjahr 2026 geplant. Damit könnte das Projekt rechtzeitig zur wachsenden Nachfrage nach modernen Gewerbeflächen abgeschlossen werden – und als Blaupause für weitere Brownfield-Revitalisierungen in urbanen Räumen dienen.

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