Erstmals Denkmal-Börse in Perleberg

Foto: KI
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Perleberg. Am 14. September rückt der bundesweite „Tag des offenen Denkmals“ die Vielfalt historischer Bauwerke in den Fokus. Im Landkreis Prignitz geht man in diesem Jahr neue Wege: Die Denkmalschutzbehörde veranstaltet erstmals eine Denkmal-Börse – und das mitten im Innenhof des Knaggenhauses am Großen Markt in Perleberg. Geöffnet ist sie am 13. und 14. September jeweils ab 10 Uhr.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Parallel richtet Perleberg den Brandenburg-Tag aus, zu dem rund 80.000 Gäste erwartet werden. „Wir hoffen, dass unter den Besuchern auch potenzielle Käufer sind“, erklärt Torsten Geue von der Denkmalschutzbehörde. Denn im Landkreis warten zahlreiche denkmalgeschützte Häuser seit Jahren auf neue Eigentümer.

Auf der Börse stehen mehr als zehn Objekte zur Auswahl – vom kleinen Bauernhaus bis zum Schloss. Unter ihnen auch der spätbarocke „Junkerhof“ in Garz mit Gutshaus und Kavaliershäusern. Manche Immobilien sind bereits saniert, andere benötigen noch umfassende Restaurierungen. Preise variieren: teils gibt es feste Vorstellungen, teils ist Verhandlungsgeschick gefragt.

Die Behörde versteht sich dabei ausdrücklich nicht als Makler. Interessenten erhalten Handzettel mit Bildern, den wichtigsten Daten sowie Kontaktdetails der Eigentümer. Wer möchte, kann direkt vor Ort ins Gespräch kommen und sich über Sanierungsbedarf oder Auflagen informieren.

Mit der Premiere der Denkmal-Börse will die Behörde Eigentümern und Käufern zusammenbringen – und damit gefährdeten Baudenkmälern eine Zukunft geben. „Es ist ein Testballon“, so Geue, „aber einer, der hoffentlich viele Häuser rettet.“

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