Eisenbahnmuseum Bochum: Geld für die Drehscheibe

Foto: Stadt Bochum
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Bochum. Die historische Drehscheibe des Eisenbahnmuseums Bochum soll umfassend saniert werden. Das Land Nordrhein-Westfalen stellt dafür rund 200.000 Euro aus dem Landesdenkmalförderprogramm bereit. Damit können die seit Längerem geplanten Arbeiten an der denkmalgeschützten Technik beginnen. Die Drehscheibe wurde bereits 1920 eingebaut und bildet bis heute das technische Zentrum der historischen Museumsanlage. Über die Konstruktion konnten Lokomotiven auf die einzelnen Gleise des Ringlokschuppens verteilt werden. Gleichzeitig ermöglichten die Gleise den Zugang zu den früheren Versorgungsanlagen für Wasser und Kohle.

Damit ist die Drehscheibe nicht nur ein technisches Detail, sondern ein wesentlicher Bestandteil des historischen Eisenbahnbetriebs im Museum. Sie gehört zudem zu den wenigen noch betriebsfähigen Anlagen dieser Art im Ruhrgebiet.

Altersbedingte Schäden machen Sanierung notwendig

Die Jahrzehnte sind an der historischen Konstruktion nicht spurlos vorübergegangen. Sowohl an der Drehscheibe als auch am angrenzenden Ringlokschuppen bestehen altersbedingte Schäden. Mit der Förderung sollen nun Demontage und Sanierung umgesetzt werden. Ziel ist es, die Drehscheibentechnik möglichst originalgetreu instand zu setzen und ihre Funktionsfähigkeit dauerhaft zu erhalten. Damit soll die historische Technik auch künftig vorgeführt und für Besucher erlebbar gemacht werden können.

Denkmal und funktionierende Eisenbahntechnik

Die Besonderheit des Eisenbahnmuseums Bochum liegt darin, dass die historische Infrastruktur nicht ausschließlich als Ausstellungsobjekt erhalten wird. Die Drehscheibe gehört zu den technischen Anlagen, deren Funktion weiterhin nachvollziehbar und vorführbar ist. Gerade dadurch wird sichtbar, wie ein historischer Lokomotivbetrieb einst organisiert war. Die Sanierung dient deshalb nicht nur dem Erhalt eines Denkmals, sondern auch der Vermittlung von Industrie- und Eisenbahngeschichte.

Tag des offenen Denkmals im September

Noch vor Beginn beziehungsweise Abschluss der Sanierungsarbeiten soll die Drehscheibe weiterhin für Besucher erlebbar sein. Zum Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026 öffnet das Eisenbahnmuseum seine Türen. Die Drehscheibentechnik soll dabei auch vorgeführt werden. Das diesjährige Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ passt damit unmittelbar zur historischen Anlage.

Die Landesförderung schafft nun die finanzielle Grundlage dafür, eines der markantesten technischen Elemente des Bochumer Eisenbahnmuseums langfristig zu bewahren. Die 1920 eingebaute Drehscheibe bleibt damit nicht nur Teil der Vergangenheit, sondern soll auch künftig funktionsfähig erlebbar bleiben.

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