Saarbrücken. Auf der ehemaligen Halde Hirschbach in Saarbrücken-Dudweiler entsteht aus einer früheren Bergbaufläche ein moderner Solarstandort. Die RAG hat das Gelände seit 2021 saniert und rekultiviert. Im März 2026 wurde der Bereich der geplanten Photovoltaikanlage aus der Bergaufsicht entlassen. Nun wird die Fläche für die Erzeugung erneuerbarer Energie genutzt. Der Solarpark erstreckt sich über rund 80.000 Quadratmeter. Insgesamt sollen 18.792 Photovoltaikmodule installiert werden. Die Anlage erreicht eine Leistung von 11,7 Megawatt Peak und soll anfänglich rund 11.200 Megawattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Der produzierte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist und im Energiebilanzkreis der RAG genutzt.
Neben der Energiegewinnung spielt die ökologische Entwicklung der ehemaligen Bergbaufläche eine wichtige Rolle. Innerhalb des Solarparks soll eine artenreiche Wiesenfläche entstehen. Zusätzlich sind Stein- und Totholzstrukturen für Reptilien, temporäre Wasserflächen für Amphibien sowie Hecken außerhalb der Einzäunung vorgesehen. Die Einfriedung soll zudem für Kleinsäuger und Amphibien durchlässig bleiben.
Die Halde Hirschbach steht damit exemplarisch für die neue Nutzung ehemaliger Bergbauflächen im Saarland. Aus einer industriell geprägten Fläche wird ein Standort für erneuerbare Energie, während gleichzeitig Maßnahmen zur Rekultivierung und zum Artenschutz umgesetzt werden. Für die RAG ist das Projekt Teil ihrer Strategie, Flächen aus dem Nachbergbau langfristig für neue Aufgaben nutzbar zu machen.
