Stadtbibliothek aus DDR-Zeit wird saniert

Pritzwalk. Die Stadtbibliothek in Pritzwalk kann saniert werden. Die Stadtverordneten haben die notwendigen Mittel freigegeben, nachdem inzwischen eine Förderzusage über rund 481.000 Euro vorliegt. Insgesamt soll die Sanierung des markanten Gebäudes aus den 1970er-Jahren rund 750.000 Euro kosten. Das Bauwerk steht als herausragendes Beispiel eines DDR-Zweckbaus unter Denkmalschutz.

Im Mittelpunkt stehen energetische und technische Verbesserungen. Geplant sind unter anderem Wärmedämmputz, der komplette Austausch der Holzfenster sowie eine neue Klima- und Lüftungsanlage für das im Gebäude untergebrachte Stadtarchiv. Außerdem soll ein zweiter Fluchtweg geschaffen werden. Die Arbeiten sollen weitgehend bei laufendem Bibliotheksbetrieb erfolgen.

Besonders interessant ist der Umgang mit der erhaltenen Innenausstattung. Teile des Mobiliars stammen noch aus der Entstehungszeit der Bibliothek, darunter auch die Regale aus DDR-Zeiten. Die Denkmalschutzbehörde begleitet deshalb das Sanierungsvorhaben. Damit geht es nicht allein um eine energetische Modernisierung, sondern auch um den Erhalt eines authentischen Zeugnisses der ostdeutschen Nachkriegsarchitektur.

Mit der Sanierung soll zugleich das Nutzungskonzept erweitert werden. Die Bibliothek soll künftig stärker als Bildungs- und Begegnungsort für Kitas, Schulen und Senioren dienen. Ergänzend ist langfristig ein Lesegarten an der Dömnitz vorgesehen. Der Baustart könnte 2027 erfolgen; der Förderzeitraum läuft bis Ende Dezember 2027. Rund um Bibliothek und Kulturhaus laufen bereits vorbereitende Arbeiten für die Neugestaltung des Umfelds.

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