Döbeln: Vom Lost Place zum Kulturzentrum

Foto: Kultmans e.V.
Foto: Kultmans e.V.

Döbeln. Wo einst Maschinen surrten, entstehen heute Kultur, Kreativität und Gemeinschaft: In der ehemaligen Stemke-Fabrik im Zentrum von Döbeln tut sich Großes. Der Verein „Kultmans“, gegründet Ende 2023, verwandelt das jahrzehntelang leerstehende Industriegebäude Schritt für Schritt in ein vielseitiges Kulturzentrum. Hinter dem ambitionierten Projekt stehen Carsten Wiede und Matthias Schmidt, die mit handwerklichem Geschick, Engagement und viel Herzblut die alten Mauern zu neuem Leben erwecken.

Inzwischen sind rund 40 Vereinsmitglieder aktiv – viele davon aus dem Handwerk. Fenster werden saniert, neue Räume entstehen, alte Baustoffe wiederverwendet. Die Mittel sind begrenzt, der Fortschritt dafür umso beeindruckender. Mit Crowdfunding konnten zuletzt 1.300 Euro für neue Fenster im Vorraum gesammelt werden – die Auflagen des Brandschutzes machen’s nötig.

Doch es geht längst nicht nur ums Bauen: Ab August startet Kultmans mit regelmäßigen KI-Workshops für Unternehmen und Privatpersonen. Geleitet von Vereinsmitglied Rico Kretzschel, der sich beruflich mit KI-Transformation befasst, sollen die Veranstaltungen Know-how und Inspiration liefern – After-Work-Bar inklusive. Diese entsteht derzeit mit großer Liebe zum Detail und wird bereits zum Oktoberfest im Einsatz sein.

Auch langfristig verfolgt Kultmans ein klares Ziel: ein lebendiges Zentrum mitten in Döbeln. Song-Contests, Flying-Yoga-Angebote, Mietflächen für Kreativschaffende – die Ideen für 2026 und darüber hinaus sprudeln. Die einstige Industriebrache wird zum offenen Ort für alle Generationen.

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