Husum. Nach jahrelangem Stillstand am Dockkoog kommt Bewegung in die Sache: Die Stadt Husum hat sich mit dem Eigentümer des abgebrannten Hotels sowie dem Landesbetrieb für Küsten- und Naturschutz (LKN) auf eine Lösung verständigt. Der Erbpachtvertrag wird aufgelöst, Eigentümer Manfred Clormann erhält eine Entschädigung – über deren Höhe wurde Stillschweigen vereinbart.
Ein Gutachten hatte zuvor den Restwert des Grundstücks festgelegt, auf dessen Grundlage der Vergleich zustande kam. Damit ist der Weg frei für den Abriss der Ruine, die seit dem Brand Anfang 2018 das Bild am Dockkoog prägt.
Brandruine seit sieben Jahren – Neubaupläne gescheitert
Das Hotel in exponierter Lage direkt hinter dem Deich stand bei Ausbruch des Feuers leer. Die Ermittlungen gingen später von Brandstiftung aus, doch Täter wurden nie gefunden. Eigentümer Clormann plante daraufhin ein größeres Hotel – doch der LKN verweigerte die Genehmigung aus Gründen des Küsten- und Naturschutzes.
Auch weitergehende Bebauungsideen für das Gebiet fanden in der Husumer Politik keine Mehrheit. Lediglich der Campingplatz in der Nähe soll neu gestaltet werden.
Stadt atmet auf – Abriss im Herbst geplant
Bürgermeister Manfred Kindl (CDU) sprach von einer „festgefahrenen Situation“, zeigte sich nun aber erleichtert über den Durchbruch. Der Abriss der Ruine soll im Herbst beginnen. Noch offen ist, ob die Brücke zwischen ehemaligem Hotel und Deich bereits vorher entfernt werden kann.
Langfristig plant der LKN, den Deich zu verstärken – wann diese Arbeiten starten, steht jedoch noch nicht fest.
