Gasspeicher werden später abgerissen

Foto: Paul Langrock/STAWAG
Foto: Paul Langrock/STAWAG

Aachen. Der Rückbau der markanten Gaskugeln am Grünen Weg in Aachen verzögert sich deutlich. Eigentlich sollte der Abriss der drei jeweils 32 Meter hohen Gasspeicher mit je 150.000 Kubikmetern Volumen bereits im März starten. Doch auch im Juli sind die auffälligen Stahlkugeln noch nahezu unberührt – und das hat einen ernsten Grund: Asbest.

Aufwändige Tests zur Asbest-Entfernung

Wie Regionetz-Sprecherin Vanessa Grein mitteilt, gestaltet sich die Entfernung des asbesthaltigen Anstrichs auf der Stahlhülle komplizierter als geplant. Der Arbeitsbereich unterhalb der Kugeln wurde „luftdicht eingehaust“, um die Umwelt zu schützen. Nach einem wenig erfolgreichen Schleifverfahren wurde nun ein neues Verfahren mit Hochdruckwasser getestet. Die Ergebnisse dieser Probesanierung stehen noch aus.

Vorgaben erschweren Zeitplan

Weil alle Arbeiten mit Asbest strengen gesetzlichen Vorgaben und der Genehmigung der Bezirksregierung unterliegen, ist der Rückbau bereits rund sechs Wochen im Rückstand. Die Fertigstellung des Abrisses wird sich damit voraussichtlich bis Ende Oktober verschieben – etwa zwei Monate später als ursprünglich geplant.

Abbau nur stückweise möglich

Sobald die asbesthaltige Beschichtung sicher entfernt wurde, können die Stahlsphären stückweise von oben nach unten zerlegt werden. Auch das gewaltige Fundament muss noch entfernt werden. Erst dann ist mit größerem Lärm und Erschütterungen im Umfeld zu rechnen – allerdings sollen laut Regionetz keine gravierenden Beeinträchtigungen für Anwohner entstehen.

Grundstück weckt Begehrlichkeiten

Das rund 7500 Quadratmeter große Areal gilt als attraktiv für Projektentwickler. Etwa 5000 Quadratmeter gelten als grundsätzlich bebaubar – allerdings verläuft um die Gaskugeln ein Netz von Versorgungsleitungen, das die Bebauung einschränkt. Regionetz will das Gelände mittelfristig verkaufen, hält sich zur künftigen Nutzung aber noch bedeckt. Zunächst steht der Abriss im Fokus.

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