Millionenprojekt soll „Selighof“ neu erfinden

Baden-Baden. Aus einer verfallenen Hotelruine könnte schon bald ein exklusives Prestigeprojekt werden: Der einstige „Selighof“ am Fremersberg in Baden-Baden steht vor einer radikalen Transformation. Jahrzehntelang dem Verfall überlassen, soll das Gelände nun mit einem Millioneninvestment wiederbelebt werden – und dabei kaum etwas von der alten Substanz übrig bleiben.

Das frühere Traditionshotel blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück, ehe um die Jahrtausendwende endgültig die Lichter ausgingen. Seither verwandelte sich das Areal in einen sogenannten Lost Place – überwuchert, vermüllt und zunehmend marode.

Nun plant ein Projektentwickler einen kompletten Neustart: Für rund 84 Millionen Euro soll ein moderner Hotelkomplex mit etwa 165 Zimmern, Wellness- und Schönheitsangeboten entstehen. Dafür müsste die bestehende Ruine vollständig abgerissen werden, da sie nicht mehr in die aktuellen Planungen passt.

Politisch war das Vorhaben zunächst umstritten. Frühere Pläne scheiterten an ihrer Dimension, doch nach Überarbeitung erhielt das Projekt schließlich grünes Licht. Die Stadt begrüßt die Entwicklung ausdrücklich – gilt das Gelände doch als „Schandfleck“ an prominenter touristischer Lage.

Bis zum Baustart wird allerdings noch Zeit vergehen: Zunächst stehen Planungsverfahren und Beteiligungen an. Klar ist jedoch schon jetzt: Der „Selighof“ steht exemplarisch für den Wandel vom vergessenen Ort zum lukrativen Investitionsobjekt.

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