Templin. Ein Stück Industriegeschichte aus der Uckermark sorgt bundesweit für Aufmerksamkeit: Die sanierte Alte Brauerei in Templin ist für den Deutschen Immobilienpreis nominiert – und könnte damit zum Vorzeigeprojekt für gelungene Stadtentwicklung werden.
Das historische Gebäudeensemble, das lange Zeit brachlag, wurde mit großem Aufwand revitalisiert. Ziel war es, die industrielle Vergangenheit zu bewahren und gleichzeitig neue Nutzungen zu ermöglichen. Heute vereint die Anlage Wohnen, Gewerbe und kulturelle Angebote – ein Nutzungsmix, der als Modell für strukturschwache Regionen gilt.
Die Nominierung würdigt nicht nur architektonische Qualität, sondern auch den nachhaltigen Umgang mit bestehender Bausubstanz. Gerade in kleineren Städten wie Templin zeigt das Projekt, wie Leerstand in wirtschaftliche und gesellschaftliche Impulse verwandelt werden kann.
Sollte die Brauerei den Preis gewinnen, wäre das ein Signal weit über die Region hinaus: Historische Gebäude können mehr sein als Relikte – sie können Motoren für neue Entwicklung sein.
