Ehemalige Psychiatrie soll Wohnhaus werden

Berlin. Nach jahrelangem Leerstand zeichnet sich für das ehemalige Psychiatriegebäude Haus 41 am Brebacher Weg in Berlin-Biesdorf eine neue Perspektive ab. Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU prüft derzeit, ob der leerstehende Klinikbau saniert und zu rund 100 Wohnungen umgebaut werden kann. Eine Machbarkeitsstudie soll bis Ende September 2026 vorliegen. Eine entscheidende Veränderung erfolgte im April 2026: Haus 41 ging in den Besitz der GESOBAU über. Damit gibt es erstmals seit Jahren einen konkreten Ansatz für eine dauerhafte Nachnutzung. Geprüft werden neben der baulichen Sanierbarkeit auch technische und wirtschaftliche Voraussetzungen.

Die geplanten Wohnungen könnten sich insbesondere an Studierende, Auszubildende, Menschen in schwierigen Lebenssituationen und Beschäftigte im Pflegebereich richten. Eine endgültige Entscheidung über Umfang und Aufteilung der Wohnungen steht jedoch noch aus.

Haus 41 blickt auf eine wechselvolle Nutzungsgeschichte zurück. Das Gebäude war Teil des früheren Krankenhausstandorts am Brebacher Weg und diente zunächst psychiatrischen Zwecken. Später wurde es als Unterkunft für geflüchtete Menschen genutzt. Die Notunterkunft nahm Ende 2015 den Betrieb auf und bot Platz für mehrere hundert Menschen. Seit 2021 steht das Gebäude leer. Frühere Pläne für eine erneute Nutzung als Unterkunft sowie Überlegungen zu einer umfassenden Sanierung oder einem Neubau verliefen letztlich im Sand.

Ob aus der Ruine tatsächlich ein Wohnhaus wird, hängt zunächst vom Ergebnis der Machbarkeitsstudie ab. Baukosten, konkreter Baubeginn und Fertigstellungstermin stehen derzeit noch nicht fest. Die GESOBAU will das Gebäude nach einer möglichen Sanierung im eigenen Bestand halten und anschließend vermieten. Damit könnte sich am Brebacher Weg ein markanter Wandel vollziehen: Aus einem jahrelang leerstehenden ehemaligen Klinikgebäude könnte dringend benötigter Wohnraum werden.

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