Leerstehendes Hotel macht Platz für Wohnungen

Berlin. Das seit Jahren verfallende ehemalige Hotel Georghof in der Gürtelstraße 39–41 in Berlin-Friedrichshain wird geräumt. Auf dem Areal hatten sich zuletzt unerlaubt Menschen aufgehalten, während sich auf dem Grundstück erhebliche Mengen Müll angesammelt hatten. Die neue Eigentümerin dBS Investment will das Gelände nun für die geplante Neubebauung vorbereiten. Anstelle des weitgehend aufgegebenen Hotelkomplexes soll eine siebengeschossige Wohnanlage entstehen. Vorgesehen sind drei Gebäude mit insgesamt rund 5.089 Quadratmetern Wohnfläche, 110 Wohnungen und Gewerbeflächen im Erdgeschoss. Zum Projekt gehört außerdem eine Tiefgarage. Ein Bestandsgebäude soll nach den aktuellen Planungen erhalten und saniert werden.

Das Georghof war bis 2017 als Gästehaus mit mehr als 200 Zimmern in Betrieb. Anschließend wurden Teile des Gebäudes zeitweise als Unterkunft genutzt. Nach dem Ende dieser Nutzung setzte ein jahrelanger Leerstand ein. Eigentümerstreitigkeiten und rechtliche Auseinandersetzungen verzögerten Verkauf und Entwicklung des Grundstücks zusätzlich.

Mit der aktuellen Beräumung soll nun die konkrete Vorbereitung des Bauvorhabens beginnen. Unter anderem sind Untersuchungen und Arbeiten zur späteren Abrissvorbereitung vorgesehen. Nach Angaben des Investors soll der Bauantrag im Herbst 2026 eingereicht werden. Die Fertigstellung der neuen Wohnanlage ist derzeit für Mitte 2028 vorgesehen.

Das Georghof-Areal steht damit exemplarisch für den Wandel ehemaliger Hotel- und Problemimmobilien in Berlin. Wo über Jahre Leerstand, Verfall und Vermüllung das Bild bestimmten, könnte innerhalb weniger Jahre ein neuer innerstädtischer Wohnstandort entstehen. Ob die ambitionierten Zeitpläne eingehalten werden können, wird sich mit dem anstehenden Bauantragsverfahren zeigen.

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