Luckenwalde. In Luckenwalde beginnt ein weiterer wichtiger Schritt bei der Neugestaltung des Areals an der Poststraße 20. An der historischen Turnhalle haben die ersten Abbrucharbeiten begonnen. Zunächst werden Anbauten entfernt, die nicht zur ursprünglichen Bausubstanz gehören. Damit soll der Weg für die anschließende Sanierung und eine neue Nutzung des Gebäudes frei werden.
Historische Turnhalle bleibt erhalten
Der Rückbau ist Teil der zweiten Phase der schrittweisen Revitalisierung des Standorts. Während im ersten Bauabschnitt das Vorderhaus sowie ein Erweiterungsneubau für ein Mehrgenerationenhaus und einen Jugendclub entwickelt wurden, rückt nun die historische Turnhalle in den Mittelpunkt. Das Gebäude soll nicht verschwinden, sondern grundlegend erneuert und für eine zeitgemäße Nutzung hergerichtet werden. Vorgesehen ist künftig ein Sport- und Mehrzweckbereich, der nicht nur den bereits am Standort ansässigen Einrichtungen zur Verfügung stehen soll, sondern auch anderen Nutzern offensteht.
Dach und Fassade werden erneuert
Im Zuge der Sanierung ist unter anderem eine vollständige Erneuerung des Daches geplant. Gleichzeitig soll die historische Schmuckfassade wieder stärker zur Geltung kommen. Dafür werden spätere Anbauten entfernt, die das ursprüngliche Erscheinungsbild teilweise verdecken. Zusätzlich ist ein neuer Sanitär- und Umkleidetrakt vorgesehen. Lager-, Technik- und Geräteräume sollen die künftige Nutzung der Halle ergänzen. Auch moderne Energieversorgung spielt bei der Sanierung eine Rolle: Geplant sind eine Photovoltaikanlage und der Anschluss an das Fernwärmenetz.
Auch das Außengelände wird umgebaut
Nicht nur die Turnhalle selbst soll sich verändern. Parallel ist eine umfassende Neuordnung des Außenbereichs vorgesehen. Eine neue Verbindung zwischen Grabenstraße und Poststraße soll das Areal besser erschließen. Gleichzeitig sind Entsiegelungen sowie neue Bereiche für Aufenthalt und Spiel geplant. Damit soll aus dem bislang unterschiedlich genutzten Gelände ein stärker miteinander verknüpfter Standort für Bildung, Betreuung, Jugend, Sport und Begegnung entstehen.
Teil eines größeren Stadtentwicklungsprojekts
Die Arbeiten an der Turnhalle sind Bestandteil des Projekts „Zukunftspfade 360° – Revitalisierung Knotenpunkt Poststraße“. Das Vorhaben wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt. Mit dem jetzt gestarteten Rückbau beginnt damit der nächste sichtbare Bauabschnitt der Entwicklung an der Poststraße 20. Ziel ist es, historische Bausubstanz zu erhalten und gleichzeitig neue Angebote für unterschiedliche Generationen zu schaffen.
Historische Substanz trifft auf moderne Nutzung
Die Entwicklung an der Poststraße steht damit beispielhaft für einen Ansatz, bei dem bestehende Gebäude nicht aufgegeben, sondern für neue Anforderungen weiterentwickelt werden. Die historische Turnhalle soll ihren ursprünglichen Charakter behalten, gleichzeitig aber technisch und funktional auf einen zeitgemäßen Stand gebracht werden. Aus einem teilweise überformten historischen Gebäude soll damit wieder ein nutzbarer Mittelpunkt des Areals werden. Die ersten Abbrucharbeiten markieren den Beginn dieser nächsten Phase der Revitalisierung in Luckenwalde.
