Neue Schwimmhalle für Köpenick

Berlin. Für das seit Jahren geforderte neue Schwimmbad in Treptow-Köpenick zeichnet sich ein konkreter Standort ab. Der Bezirk favorisiert die Fläche an der Springbornstraße 53 in Johannisthal. Noch ist allerdings nicht abschließend geklärt, ob das Grundstück für den Bau einer Schwimmhalle geeignet ist. Besonders brisant: Sollte die Fläche nicht infrage kommen, gibt es derzeit keinen ausgearbeiteten Plan B. Nach einer früheren Suche mit mehreren möglichen Grundstücken blieb die Springbornstraße als bevorzugte Lösung übrig. Nun müssen die Berliner Bäder-Betriebe prüfen, ob dort neben der Schwimmhalle auch die notwendigen Nebenflächen und Erschließungsanlagen untergebracht werden können.

Für die anstehenden Machbarkeitsuntersuchungen sowie die Vorbereitung der Planung stehen 3,35 Millionen Euro zur Verfügung. Auch mögliche Auswirkungen auf Natur und Landschaft sollen untersucht werden.

Beim späteren Bau könnte Köpenick von einem Konzept profitieren, das derzeit auch für das geplante Kombibad am Kienberg in Marzahn geprüft wird. Statt einer individuellen Planung könnte eine standardisierte, modular aufgebaute Schwimmhalle zum Einsatz kommen. Große Teile des Gebäudes könnten dabei bereits vorgefertigt und anschließend auf dem Grundstück montiert werden. Nach Angaben des Anbieters eines entsprechenden Systems kann der Vorfertigungsgrad bis zu 90 Prozent erreichen. Dadurch könnten verschiedene Bauarbeiten parallel stattfinden und die Bauzeit vor Ort verkürzt werden.

Einen konkreten Baubeginn oder Eröffnungstermin für Johannisthal gibt es bislang nicht. Der Bezirk drängt jedoch auf eine möglichst schnelle Umsetzung. Benötigt werden zusätzliche Wasserflächen insbesondere für Schulschwimmen, Vereinssport und die Ausbildung von Rettungsschwimmern. Gleichzeitig wächst das Umfeld weiter: In der Nähe der Springbornstraße entsteht unter anderem das „Segelflieger Quartier“ mit rund 1.800 Wohnungen.

Damit steht das Projekt zunächst vor einer entscheidenden Hürde: Erst muss die Springbornstraße als Standort bestätigt werden. Danach soll möglichst schnell die konkrete Planung für die neue Schwimmhalle in Köpenick beginnen.

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