Bottrop. Ein Stück Kulturgeschichte ist verschwunden: Die Bergarena auf der Halde Haniel in Bottrop ist endgültig abgerissen. Wo über Jahrzehnte hinweg Tausende Besucher Theater, Konzerte und Opernaufführungen unter freiem Himmel erlebten, wurden nun die letzten Betonteile zerkleinert und das Gelände verfüllt.
Bereits in den vergangenen Jahren war das Amphitheater nicht mehr nutzbar. Trotz Überlegungen im Zuge der Neugestaltung der Halde wurde keine Alternative zur Bergarena realisiert. Für Kulturveranstaltungen müssen Bürgerinnen und Bürger künftig auf andere Orte ausweichen – ein Ersatzbau ist nicht geplant.
Parallel laufen seit dem 9. Februar umfangreiche Arbeiten zur Endgestaltung der Halde sowie zur Herstellung einer ordnungsgemäßen Entwässerung. Laut Sprecherin der RAG Aktiengesellschaft ist die Maßnahme Teil des Abschlussbetriebsplans und soll eine sichere, nachhaltige Wiedernutzung gewährleisten. Auch die markanten „Totems“ sollen nach Abschluss der Arbeiten wieder aufgebaut werden.
Für Wanderer und Mountainbiker bedeutet das Einschränkungen: Bis voraussichtlich Mai sind Wege auf dem Plateau und an den sogenannten Sicheln abschnittsweise gesperrt. Der Zugang zum Kreuzweg und zum Gipfelkreuz bleibt jedoch möglich. Insgesamt könnten sich die Arbeiten nach aktuellem Stand bis September 2026 hinziehen.
Langfristig soll die Halde vom Regionalverband Ruhr übernommen werden. Mit dem Abriss der Bergarena endet jedoch schon jetzt ein prägendes Kapitel Bottroper Kulturgeschichte.
