2.000 Wohnungen auf ehemaligem Holsten-Areal

Altona. Nach Jahren des Stillstands nimmt das umstrittene Holsten-Areal in Hamburg-Altona endlich Gestalt an. Ein Konsortium aus Quantum, Hanse Merkur, der städtischen Saga und der Hamburger Sparkasse hat das Gelände der ehemaligen Holsten-Brauerei übernommen und will dort bis 2030 ein neues Stadtviertel mit rund 2.000 Wohnungen für über 5.000 Menschen schaffen.

Das Investitionsvolumen liegt laut Angaben der Beteiligten bei rund einer Milliarde Euro. Ziel sei ein lebendiges, durchmischtes Quartier, das Wohnen, Arbeiten und Freizeit vereint. Etwa die Hälfte der neuen Wohnungen soll als Sozial- oder Studierenden- und Azubiwohnungen entstehen – ein Signal gegen steigende Mieten und Wohnungsmangel in der Hansestadt.

Historische Substanz trifft neues Stadtleben

Das neue Quartier soll sich in das bestehende Stadtbild Altonas einfügen. Geplant ist, Teile der historischen Bausubstanz der Brauerei zu erhalten und architektonisch in das neue Viertel zu integrieren. Die Entwicklung soll in enger Abstimmung mit der Stadt Hamburg und dem Bezirk Altona erfolgen.

Vom Spekulationsobjekt zum Stadtprojekt

Das Holsten-Areal war lange Symbol für Grundstücksspekulationen in Hamburg. Nach dem Verkauf durch Carlsberg im Jahr 2016 an die Gerchgroup wechselte das rund 8,6 Hektar große Gelände mehrfach den Besitzer – ohne dass dort gebaut wurde. Mit jedem Verkauf stieg der Preis, während das Areal brachlag.

Jetzt soll das Blatt sich wenden: Mit dem Einstieg starker Hamburger Partner besteht erstmals eine realistische Chance, dass auf dem ehemaligen Brauereigelände tatsächlich ein neues, sozial durchmischtes Quartier entsteht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert