Natursteinarbeiten am Bestand der Sophienquelle

Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert
Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert

Altdorf. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die Restaurierung der barocken Sophienquelle bei der Burg Grünsberg in Altdorf mit 50.000 Euro. Ermöglicht wird die Förderung durch bundesweite Spenden und die Lotterie GlücksSpirale.

Den symbolischen Fördervertrag übergibt Dr. Andrea Kluxen, Ortskuratorin der DSD in Nürnberg, am Mittwoch, 13. August 2025, um 14 Uhr. Gemeinsam mit dem Ersten Bürgermeister Martin Tabor überreicht sie die Förderzusage an Rotraut Freifrau Stromer von Reichenbach-Baumbauer für die Stromer’sche Kulturgut-, Denkmal- und Naturstiftung.

Die Sophienquelle, rund 500 Meter von der Burg entfernt, gilt als eine der größten barocken Quellfassungen nördlich der Alpen. Zwischen 1724 und 1726 nach italienischem Vorbild errichtet, war sie Teil eines heute verlorenen Landschaftsgartens zu Ehren von Sophia-Maria Nützel-Paumgartner-Haller von Sündersbühl. Seit 1937 steht sie als Naturdenkmal unter Schutz.

Die Anlage besteht aus zwei Wasserbecken: Das erste mit kreisförmiger Quellfassung und Treppenanlage, das zweite – heute als Fischteich genutzt – mit einer schlichten Stützmauer. Charakteristisch sind die Sandsteinquader der halbrunden Brunnenwand, flankiert von Freitreppen. Ursprünglich zierte ein kunstvolles Baluster-Säulengeländer den oberen Abschluss. Noch heute sprudeln rund vier Liter Wasser pro Sekunde aus der rotbraunen Sandsteinwand, fließen über Kaskadenbecken in den Hauptbrunnen und schließlich in die Schwarzach.

Die aktuelle Förderung soll die wertvolle Natursteinarchitektur sichern und das barocke Wasserbauwerk als einzigartiges Zeugnis fränkischer Kulturgeschichte erhalten.

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