Sprengungen am Kraftwerk Voerde erfolgreich

Foto: YouTube
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Voerde. Das ehemalige Kohlekraftwerk Voerde hat am Freitag einen weiteren sichtbaren Schritt in Richtung Rückbau gemacht. Pünktlich um 12 Uhr wurden das rund 90 Meter hohe Kesselhaus von Block B sowie zwei angrenzende Entstickungsanlagen kontrolliert gesprengt. Die drei Bauwerke stürzten innerhalb weniger Sekunden ein. Insgesamt wurden dabei rund 30.000 Tonnen Stahl und Bausubstanz zu Boden gebracht. Die Sprengung erforderte umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen. Rund um das Kraftwerksgelände wurde eine Sperrzone mit einem Radius von 350 Metern eingerichtet. Straßen mussten gesperrt und einzelne Gebäude geräumt werden. Auch der Rhein war von der Sperrung betroffen: Der Schiffsverkehr wurde für die Dauer der Arbeiten vorübergehend eingestellt.

Nach der erfolgreichen Sprengung überprüften Einsatzkräfte und Behörden zunächst das Gelände. Erst anschließend wurden die Verkehrswege schrittweise wieder freigegeben.

Staubwolke über dem ehemaligen Kraftwerksstandort

Um Punkt 12 Uhr folgte der erwartete Knall. Das Kesselhaus und die beiden Anlagen sackten kontrolliert in sich zusammen. Eine große Staubwolke zog anschließend über das Gelände. Nach Angaben von RWE und der Polizei verlief die Sprengung planmäßig. Für zahlreiche Schaulustige am Rheinufer war der Abriss ein spektakulärer Anblick. Damit verschwindet ein weiterer markanter Teil der Industriegeschichte am Niederrhein.

Kohlekraftwerk seit 2017 stillgelegt

Das Steinkohlekraftwerk Voerde wurde bereits 2017 endgültig stillgelegt. Der Rückbau des etwa 60 Hektar großen Areals dauert jedoch weiterhin an. Schon zuvor waren Teile der Anlage, darunter ein 180 Meter hoher Schornstein, gesprengt worden. Weitere Abbrucharbeiten und Sprengungen sind in den kommenden Monaten und spätestens im nächsten Jahr vorgesehen.

Neue Energieanlage auf dem Gelände geplant

Der Abriss ist Teil der langfristigen Neuausrichtung des Kraftwerksstandorts. RWE will große Teile des Geländes für eine neue industrielle Nutzung vorbereiten. Geplant ist unter anderem ein wasserstofffähiges Gaskraftwerk, das künftig einen Beitrag zur Energieversorgung leisten soll. Damit wandelt sich der ehemalige Kohlekraftwerksstandort Schritt für Schritt von einem Symbol der fossilen Energieerzeugung zu einem Standort für neue Energietechnik.

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