Solar-König kauft Waldburg in Remagen

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Remagen. Mitten im Wald oberhalb des Rheins bei Remagen liegt einer der unheimlichsten Lost Places zwischen Bonn und Koblenz: die Waldburg. Einst ein Hotel mit Festsaal für 1000 Gäste und spektakulärer Panorama-Terrasse, ist von der Pracht kaum etwas geblieben. Seit 1970 steht die Anlage leer – einsturzgefährdete Mauern, Vandalismus und ein Turm ohne Spitze prägen heute das Bild.

Lange galten die Ruinen als hoffnungsloser Fall. Alle Projekte – vom Seniorenheim bis zur Spezialklinik – scheiterten. Selbst ein später errichtetes Wohnhaus auf dem Gelände wurde nie genutzt. Umso überraschender kam 2023 die Wende: Bei einer Zwangsversteigerung wechselte das 9000-Quadratmeter-Areal für symbolische zwei Euro den Besitzer.

Neuer Eigentümer ist kein Unbekannter: der Bonner Unternehmer Frank Asbeck, Spitzname „Solar-König“. Schon zuvor hatte er mit dem Kauf von Schloss Marienfels (einst Thomas Gottschalks Residenz) und Gut Calmuth für Schlagzeilen gesorgt. Jetzt will Asbeck auch die Waldburg wiederbeleben – als Hotel mit 16 Zimmern und Gastronomie für je 120 Gäste drinnen wie draußen.

Doch der Traum vom Comeback als Ausflugsziel sorgt für Zündstoff. Die geplante Zufahrt über die Waldburgstraße bringt Anwohner gegen das Projekt auf, sie warnen vor Lärm, Verkehrschaos und Naturzerstörung. Während ein Regionalverband das Engagement ausdrücklich begrüßt, steht die endgültige Entscheidung noch aus.

Der Bauausschuss hat ein Bebauungsplanverfahren angestoßen, eine Bürgerbeteiligung läuft. Ob die Waldburg aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht – oder als gefährliche Ruine im Wald bleibt – wird nun zum Politikum.

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