Potsdam. Die Umwandlung des einst militärisch genutzten Areals in Krampnitz zu einem zukunftsorientierten Stadtquartier wurde am Freitag mit dem Brownfield Award 2025 ausgezeichnet. Der renommierte Preis würdigt jährlich innovative Projekte zur nachhaltigen Entwicklung von Brachflächen. Das Konversionsvorhaben im Norden Potsdams überzeugte die Fachjury durch seine beispielhafte Verbindung von Denkmalschutz, Klimaschutz, sozialer Vielfalt und einem modernen Mobilitätskonzept.
Mit dem Projekt entwickelt der Entwicklungsträger Potsdam im Auftrag der Landeshauptstadt ein 140 Hektar großes Areal zu einem neuen Stadtteil für rund 10.000 Menschen und etwa 3.000 Arbeitsplätze. Besonders hervorgehoben wurden die behutsame Sanierung der denkmalgeschützten Bauten, das ambitionierte Energie- und Verkehrskonzept sowie der integrative Planungsansatz.
Oberbürgermeister Mike Schubert zeigte sich stolz über die Auszeichnung: „Was früher militärisches Sperrgebiet war, wird nun zu einem offenen, lebendigen Quartier. Dass wir mit Krampnitz bundesweit Anerkennung erhalten, ist auch ein Verdienst vieler engagierter Akteure.“
Auch Baubeigeordneter Bernd Rubelt betonte die Bedeutung des Projekts: „Krampnitz steht exemplarisch für neue Wege in der Stadtentwicklung. Gemeinsam mit Partnern entwickeln wir praktikable Lösungen für ein klimafreundliches, urbanes Leben.“
Bert Nicke, Geschäftsführer der ProPotsdam und des Entwicklungsträgers, sieht im Award die Bestätigung für die Strategie: „Nach Drewitz und dem Bornstedter Feld ist Krampnitz unser drittes großes Stadtentwicklungsprojekt. Die Auszeichnung zeigt, dass unsere nachhaltige Ausrichtung bundesweit Maßstäbe setzt.“
Die Eröffnung der ersten Schule sowie der Einzug erster Bewohnerinnen und Bewohner ist für 2025 geplant. Dann wird das Gelände, das bis 1991 von der Roten Armee genutzt wurde, erstmals vollständig für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Unter dem Titel „Stadt von morgen“ entsteht hier ein Quartier, das bundesweit als Modellprojekt für gelungene Konversion gilt.
