Feuer in Marktkirche durch Brandstiftung verursacht

Foto: Johamar/CC BY-SA 3.0
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Clausthal-Zellerfeld. Der verheerende Brand in der Marktkirche „Zum Heiligen Geist“ in Clausthal-Zellerfeld war kein Unfall – laut einem aktuellen Gutachten wurde das Feuer vorsätzlich gelegt. Wie die Staatsanwaltschaft Braunschweig am Dienstag mitteilte, ergab die Analyse eines Sachverständigen, dass eine „externe Zündquelle“ gezielt zum Ausbruch des Feuers genutzt wurde. Der Verdacht der Brandstiftung hat sich somit bestätigt.

Die historische Holzkirche, ein bedeutendes Kulturdenkmal aus dem 17. Jahrhundert, war in der Nacht zum 20. Juli in Flammen aufgegangen. Dabei wurden insbesondere die Fassade sowie der Dachstuhl stark beschädigt. Die Marktkirche gilt mit über 2.000 Sitzplätzen als die größte ihrer Art in Deutschland und besitzt eine besondere nationale Bedeutung.

Verdächtiger bereits wieder freigelassen

Nur einen Tag nach dem Brand nahm die Polizei eine verdächtige Person vorläufig fest. Ein dringender Tatverdacht konnte jedoch nicht erhärtet werden – die Person wurde ohne Haftbefehl wieder entlassen. Weitere Informationen zum Ermittlungsstand will die Staatsanwaltschaft mit Blick auf die laufenden Untersuchungen derzeit nicht geben.

Schäden noch nicht abschließend erfasst

Ein Team von Gutachtern des Kirchenkreises Harzer Land hat sich inzwischen vor Ort ein Bild von den Schäden gemacht. Zunächst müsse der Brandschutt entfernt und die beschädigte Außenwand sowie das Dach wetterfest gesichert werden, teilte der Kirchenkreis mit. Unklar ist bislang, in welchem Zustand sich die wertvolle Orgel des Schweizer Orgelbauers Goll befindet, die sich direkt hinter dem Brandherd befand und erst Ende 2022 eingeweiht worden war.

Die aus dem Jahr 1642 stammende Marktkirche ist eine der wenigen erhaltenen Holzkirchen in Deutschland. Für ihren imposanten Turm wurden allein 56 Tonnen Holz verarbeitet. Seit 2005 steht das Gotteshaus unter Denkmalschutz und zählt zu den bedeutendsten sakralen Bauwerken aus Holz in Europa.

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