Düsseldorf/Wuppertal. Das Bergische Straßenbahnmuseum in Wuppertal steht vor einer dringend notwendigen Sanierung seiner denkmalgeschützten Vorführstrecke. Um den sicheren Betrieb der historischen Straßenbahnen auch künftig zu gewährleisten, stellt die Nordrhein-Westfalen-Stiftung dem Trägerverein Bergische Museumsbahnen e. V. eine Förderung von bis zu 80.000 Euro zur Verfügung. Das hat der Stiftungsvorstand unter dem Vorsitz von Eckhard Uhlenberg jetzt bekannt gegeben.
Mit jährlich rund 30.000 Besucherinnen und Besuchern zählt das Museum zu den publikumsstärksten Kultureinrichtungen der Stadt. Ein Alleinstellungsmerkmal ist die historische Vorführstrecke durch das Kaltenbachtal, auf der die restaurierten Bahnen nicht nur ausgestellt, sondern im regulären Fahrbetrieb erlebbar sind. Genau diese Strecke steht nun im Mittelpunkt der Sanierungsmaßnahmen.
Konkret sollen mindestens 119 schadhafte Holzschwellen ausgetauscht werden. Insgesamt umfasst die Strecke rund 4.100 Schwellen, von denen ein Teil aufgrund von Alterung und Materialermüdung nicht mehr ausreichend tragfähig ist. Ohne den Austausch wäre die Betriebssicherheit langfristig nicht mehr gegeben.
Zusätzlich bereitet die Brücke am Schütt erhebliche Sorgen. Feuchtigkeit und Frost haben dem Bauwerk über Jahre hinweg stark zugesetzt. Inzwischen ist die Standsicherheit gefährdet. Betroffen sind nicht nur das Gewölbe der Brücke, sondern auch die angrenzenden Stützmauern sowie der obere Portalabschluss. Die Sanierung ist damit nicht nur eine Frage des Erhalts historischer Substanz, sondern auch zwingend erforderlich, um Risiken für Fahrgäste und Betriebspersonal auszuschließen.
Die NRW-Stiftung begründet ihre Förderung ausdrücklich mit dem außergewöhnlichen ehrenamtlichen Engagement hinter dem Museum. Seit mehr als drei Jahrzehnten wird der gesamte Fahr- und Museumsbetrieb nahezu vollständig von Freiwilligen getragen. „So viel Einsatz verdient Unterstützung“, betont Stiftungsvorsitzender Eckhard Uhlenberg. Die Förderung sei ein klares Signal für die Wertschätzung des Ehrenamts und für den Erhalt technischer Kulturdenkmäler in Nordrhein-Westfalen.
Für das Bergische Straßenbahnmuseum ist die Zusage ein entscheidender Schritt, um den Fahrbetrieb langfristig zu sichern. Ohne die Sanierung wäre das Herzstück des Museums – die Fahrt mit historischen Straßenbahnen durch das Tal – perspektivisch gefährdet. Mit der finanziellen Hilfe der NRW-Stiftung rückt nun die Perspektive näher, das Museum auch in Zukunft als lebendigen Ort der Industriekultur und Technikgeschichte zu erhalten.
