Eisenhüttenstadt sucht Investoren

Foto: Stadt Eisenhüttenstadt
Foto: Stadt Eisenhüttenstadt

Eisenhüttenstadt. Eisenhüttenstadt setzt den nächsten Schritt bei der Aufwertung innerstädtischer Flächen: Die Stadt hat ein Interessenbekundungsverfahren für das Areal der ehemaligen Feuerwache Am Kanal und des historischen Trockendocks gestartet. Auf rund 20.000 Quadratmetern soll ein zukunftsorientiertes Quartier entstehen, das Wohnen, Freizeit und Wassersport miteinander verbindet. Das Grundstück zählt aufgrund seiner Lage zu den besonderen Entwicklungsflächen der Stadt. Es liegt direkt am Oder-Spree-Kanal und bildet eine Schnittstelle zwischen dem Wohnkomplex I und dem Wasserraum. Nach dem Umzug der Feuerwehr steht das Gelände inzwischen vollständig für eine neue Nutzung bereit.

Historischer Standort wartet auf neue Perspektive

Das Areal blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Die ehemalige Feuerwache prägte über viele Jahre den Standort am Kanal, während das Trockendock ursprünglich im Zusammenhang mit der früheren Werftnutzung entstand. Nach dem Ende der Werftzeiten wurde das Dock zeitweise für Wassersport genutzt – aktuell besteht dort lediglich eine befristete Zwischennutzung. Nun möchte die Stadt den gesamten Bereich langfristig entwickeln und einer neuen städtebaulichen Nutzung zuführen. Dabei soll die historische Substanz nicht verschwinden, sondern Teil eines neuen Konzepts werden.

Stadt sucht erfahrenen Projektentwickler

Gesucht wird ein leistungsfähiger Vorhabenträger, der das Potenzial des Areals erkennt und ein überzeugendes Entwicklungskonzept vorlegt. Im Mittelpunkt steht die Idee eines identitätsstiftenden Quartiers mit hochwertigem und innovativem Wohnraum. Besonders wichtig ist die Verbindung zwischen Wohnen und der direkten Wasserlage. Das historische Trockendock soll dabei eine zentrale Rolle spielen und Raum für kreative Freizeit- oder wassersportbezogene Nutzungen bieten. Die Stadt sieht darin eine besondere Chance, einen neuen Anziehungspunkt am Oder-Spree-Kanal zu schaffen.

Konzeptqualität entscheidet über Zuschlag

Die Auswahl des künftigen Entwicklungspartners erfolgt anhand einer Bewertungsmatrix. Nicht allein wirtschaftliche Aspekte sollen ausschlaggebend sein – entscheidend sind vor allem Qualität und Nachhaltigkeit des eingereichten Konzepts. Mit 30 Prozent Gewichtung erhält die Konzeptidee den größten Anteil an der Bewertung. Ebenfalls stark berücksichtigt werden Referenzen vergleichbarer Projekte, die ebenfalls mit 30 Prozent einfließen. Weitere Kriterien sind die Leistungsfähigkeit des Vorhabenträgers, vorhandene Netzwerke sowie ein realistischer Zeit- und Finanzierungsplan.

Investoren müssen umfassendes Konzept einreichen

Interessierte Unternehmen und Projektentwickler müssen verschiedene Unterlagen vorlegen. Dazu gehören eine Vorstellung des Vorhabenträgers, Informationen zum Projektteam und Netzwerk, eine konkrete Konzeptidee sowie Nachweise über bereits realisierte vergleichbare Projekte. Darüber hinaus erwartet die Stadt einen Zeitplan für die Umsetzung und ein schlüssiges Finanzierungskonzept. Die Entwicklungskosten sowie sämtliche Aufwendungen für Erwerb, Gutachten und Projektplanung müssen vollständig vom künftigen Vorhabenträger übernommen werden.

Frist für Bewerbungen läuft bis August 2026

Die Veräußerung des Areals erfolgt zum aktuellen Verkehrswert. Grundlage dafür ist ein entsprechendes Verkehrswertgutachten, das zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht älter als zwölf Monate sein darf. Interessierte Investoren können ihre Unterlagen bis zum 14. August 2026 digital bei der Stadt Eisenhüttenstadt einreichen. Mit dem Verfahren eröffnet die Stadt die Möglichkeit, eine der markantesten Wasserlagen Eisenhüttenstadts neu zu gestalten und ein modernes Quartier mit eigener Identität zu entwickeln.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert