Berlins bekannte DDR-Ruine verschwindet

Berlin. Einer der bekanntesten Lost Places Berlins steht vor dem Aus: An der Gehrenseestraße in Alt-Hohenschönhausen wird die ehemalige DDR-Vertragsarbeitersiedlung abgerissen. Auf dem Areal plant die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE den Bau eines neuen Wohnquartiers mit mehr als 1.000 Wohnungen. Damit soll eine seit Jahren brachliegende Fläche dringend benötigten Wohnraum in der Hauptstadt schaffen. Die Gebäude dienten zu DDR-Zeiten als Unterkunft für ausländische Vertragsarbeiter und standen nach der Wiedervereinigung über viele Jahre leer. Inzwischen entwickelte sich das Areal zu einem bekannten Lost Place, der regelmäßig Urban Explorer und Fotografen anzog. Mit dem Abriss endet nun die Geschichte eines markanten Relikts der DDR-Vergangenheit.

Nach den Plänen der HOWOGE soll auf dem Gelände ein modernes Quartier mit über 1.000 Wohnungen entstehen. Ergänzt werden die Wohngebäude durch Grünflächen, soziale Infrastruktur und weitere Angebote für die künftigen Bewohner. Das Projekt ist Teil der Berliner Strategie, den angespannten Wohnungsmarkt mit neuen Wohnungen zu entlasten.

Mit dem Abriss verschwindet eines der letzten größeren Zeugnisse der ehemaligen DDR-Vertragsarbeitersiedlungen in Berlin. Gleichzeitig beginnt für das Areal eine neue Entwicklungsphase, die den Stadtteil langfristig verändern und zusätzlichen Wohnraum für tausende Menschen schaffen soll.

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