Bremen verliert sein höchstes Bauwerk

Foto: Ra Boe/CC BY-SA 3.0
Foto: Ra Boe/CC BY-SA 3.0

Bremen. Im Bremer Industriehafen hat der Rückbau der beiden markanten Schornsteine des ehemaligen Steinkohlekraftwerks begonnen. Mit dem Abriss endet ein prägendes Kapitel der Industriegeschichte der Hansestadt. Besonders der rund 250 Meter hohe Schornstein von Kraftwerksblock 6 galt jahrzehntelang als höchstes Bauwerk Bremens und war weithin sichtbar.

Die Arbeiten laufen schrittweise und beginnen zunächst im Inneren der Bauwerke. Anschließend werden die Schornsteine von oben nach unten Stück für Stück abgetragen. Eine kontrollierte Sprengung ist nicht vorgesehen. Der Rückbau soll sich bis Anfang 2028 erstrecken. Während der Arbeiten werden umfangreiche Schutzmaßnahmen gegen Staub und Lärm umgesetzt.

Kohleausstieg verändert Bremens Industrie

Der Abriss steht im direkten Zusammenhang mit dem Kohleausstieg. Die ehemaligen Kraftwerksblöcke wurden bereits außer Betrieb genommen und werden nun vollständig zurückgebaut. Auf dem Gelände sollen künftig neue Energieprojekte entstehen. Geplant sind unter anderem moderne Batteriespeicher und weitere Anlagen, die den Umbau der Energieversorgung unterstützen sollen.

Mit dem Verschwinden des 250 Meter hohen Schornsteins erhält Bremen künftig ein neues höchstes Bauwerk. Diesen Platz übernimmt der rund 228 Meter hohe Fernmeldeturm in Walle, besser bekannt als „Waller Spargel“. Der Abriss markiert damit nicht nur das Ende eines Industriedenkmals, sondern verändert dauerhaft das Stadtbild der Hansestadt.

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