Abriss von Problemhäusern in Gelsenkirchen

Foto: Stadt Gelsenkirchen/Gerd Kaemper
Foto: Stadt Gelsenkirchen/Gerd Kaemper

Gelsenkirchen. Mit einem Förderbescheid über 15 Millionen Euro unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen die Stadt Gelsenkirchen beim umfassenden Stadtumbau und im Kampf gegen ausbeuterische Wohnverhältnisse. Überreicht wurde der Bescheid jetzt von Daniel Sieveke, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, im Rahmen eines Vor-Ort-Termins.

Die Mittel stammen aus der sogenannten „Zukunftspartnerschaft Wohnen“ – einem Modellprojekt, das Gelsenkirchen gemeinsam mit dem Land umsetzt. Im Zentrum steht der Rückbau von 3.000 nicht mehr marktfähigen oder problembehafteten Wohnungen. Ziel ist es, ganze Quartiere zu stabilisieren und neue Lebensqualität zu schaffen. Damit geht die Stadt gezielt gegen Verwahrlosung und spekulativen Leerstand vor.

Oberbürgermeisterin Karin Welge begrüßte die finanzielle Unterstützung ausdrücklich: „Diese Förderung ist ein wesentlicher Baustein unserer Strategie, Problemimmobilien aus dem Markt zu nehmen und Stadtteile zukunftsfähig zu gestalten.“

Zuvor hatte sich Staatssekretär Sieveke bei einem Kontrolleinsatz persönlich ein Bild gemacht. Gemeinsam mit einem städtischen Interventionsteam besuchte er Immobilien, in denen teils menschenunwürdige Zustände herrschen – oft verknüpft mit ausbeuterischer Beschäftigung. Solche Einsätze sollen künftig häufiger stattfinden, um organisierter Ausbeutung konsequent zu begegnen.

Die Stadt Gelsenkirchen sieht die erneute Förderung nicht nur als Anerkennung für ihren bisherigen Kurs, sondern als Verpflichtung, den Wandel weiter konsequent voranzutreiben.

OB Karin Welge und Daniel Sieveke, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung bei der Scheckübergabe. Foto: Stadt Gelsenkirchen/Gerd Kaemper

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