Oberhausener Hochbunker wird zur Ideenwerkstatt

Foto: Datdoris/CC BY-SA 4.0
Foto: Datdoris/CC BY-SA 4.0

Oberhausen. Jahrzehntelang war der markante Hochbunker an der Helmholtzstraße für die Öffentlichkeit verschlossen – nun öffnet er erstmals seine Tore. Vom 24. bis 28. Juni verwandelt der Künstlerverein Kitev den stillgelegten Luftschutzbunker in eine temporäre Kultur- und Begegnungsstätte. Ziel ist es, neue Nutzungsideen für das Gebäude zu entwickeln – und dabei auch ungewöhnliche Ansätze wie Künstliche Intelligenz mit einzubeziehen.

Unter dem Motto „Möglichkeitsraum Bunker – Gestern, Heute, gemeinsame Ideen für morgen“ finden täglich Führungen und Gesprächsformate statt. Besucher können zwischen 11 und 17 Uhr nicht nur die Architektur erkunden, sondern auch ihre Visionen einbringen. Die Initiative ist Teil des geförderten Projekts „Creative City Oberhausen“, das die Innenstadt neu beleben will.

Ein besonderes Zeichen setzt der Auftakt am 24. Juni mit der Aktion „Putz mit!“. Von 15 bis 18 Uhr sind Freiwillige eingeladen, den Bunker gemeinsam zu reinigen – bei Musik, Snacks und Getränken. Tags darauf folgt ein kulturelles Highlight: Am 25. Juni steigt im Hinterhof eine offene Konzert- und Jam-Session, inspiriert vom erfolgreichen „Leerstand“-Format im Oberhausener Hauptbahnhof. Musiker aus der Region bekommen eine Bühne, der Bunker wird zum kreativen Resonanzraum.

Bereits im Vorfeld, am 21. Juni, wird ein weiteres ungenutztes Gebäude in Szene gesetzt. Das Hochhaus an der Friedrich-Karl-Straße 4 – unweit des Hauptbahnhofs – wird für einen Nachmittag zur Party-Location. Bei Musik, Kaffee, Kuchen und Streetfood vom Projekt „Refugees Kitchen“ soll ein Zeichen für neue Nutzungsideen gesetzt werden.

Mit beiden Aktionen wollen die Veranstalter ein Signal senden: Leerstand muss kein Schandfleck sein – er kann zu einem Motor für städtische Entwicklung werden. Dabei stehen Bürgerbeteiligung und kreative Impulse im Fokus – ganz im Sinne einer zukunftsfähigen Stadtgestaltung.

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