Gerwisch. Nach dem verheerenden Brand im vergangenen September hat die Deutsche Bahn mit dem Abriss des zerstörten Stellwerks in Gerwisch im Jerichower Land begonnen. Rund vier Monate nach dem Feuer rollen seit Mittwoch die Bagger. Das alte Stellwerk gilt als irreparabel beschädigt, ein Wiederaufbau am bisherigen Standort ist ausgeschlossen.
Parallel zum Abriss laufen bereits die Vorbereitungen für ein modernes elektronisches Stellwerk. Nach Angaben der Bahn soll die neue Anlage im vierten Quartal 2026 in Betrieb gehen. Bis dahin bleibt die Strecke ein neuralgischer Punkt im Bahnnetz Sachsen-Anhalts.
Der Zugverkehr zwischen Magdeburg und Berlin ist weiterhin eingeschränkt. Besonders betroffen ist die stark frequentierte Regionalexpress-Linie RE1. Zwar konnte der Verkehr nach der vollständigen Sperrung schrittweise wieder aufgenommen werden, doch der Betrieb läuft noch nicht im vollen Umfang. Ab dem ersten Quartal dieses Jahres sollen benachbarte Stellwerke in Möser und Biederitz technisch gekoppelt werden, um die Zahl der Zugverbindungen zu erhöhen und den Fahrplan zu stabilisieren.
Bis zur Fertigstellung des Neubaus bleibt die Strecke jedoch anfällig. Pendler und Reisende müssen sich weiterhin auf Einschränkungen einstellen.
