Harsewinkel. Im Greffener Ortszentrum im Kreis Gütersloh schreitet die städtebauliche Neuordnung voran: In dieser Woche haben die Bagger des Abbruchunternehmens Landwehr mit dem Rückbau der ehemaligen Industrieanlage auf dem Simprop-Gelände begonnen. Der Start der Arbeiten markiert einen entscheidenden Schritt in der Neugestaltung einer Fläche, die seit Jahren als prominente Brache galt. Bereits im Oktober hatte ein erstes Einsatzteam die Gebäude von außen wie innen von Schadstoffen befreit und damit die Voraussetzungen für den Abriss geschaffen.
Die 3.140 Quadratmeter große Fläche, zentral im Ortskern gelegen, soll nach Vorstellung der Stadtverwaltung möglichst rasch zu einem geordneten, stadtbildverträglichen Zustand überführt werden. Bis konkrete Neubaupläne umgesetzt werden, strebt die Kommune eine optische Übergangslösung an – ein Zwischenschritt, der verhindern soll, dass die Fläche erneut zum städtebaulichen Ärgernis wird. Details zum temporären Nutzungskonzept befinden sich derzeit in der Abstimmung.
Bereits 2022 hatte die Stadt das Grundstück erworben, um langfristig die Entwicklung des innerörtlichen Bereichs in eigener Regie steuern zu können. Die Verwaltung betonte im Vorfeld, dass der Zugang zu den angrenzenden Gebäuden auch während der Abrissarbeiten für Anlieger gesichert bleibe. Eine enge Koordination mit Anwohnern und Gewerbetreibenden soll sicherstellen, dass die Maßnahmen ohne größere Beeinträchtigungen ablaufen.
Finanziell ist der Rückbau ein spürbares, aber strategisch begründetes Investment: Rund 236.000 Euro sind insgesamt für den Abbruch veranschlagt. Allein 154.000 Euro entfallen auf die eigentliche Abrissleistung. Der Kostenrahmen umfasst zudem die Entsorgung von Materialien, Sicherungsmaßnahmen sowie die Vorbereitung für die geplante Übergangsgestaltung.
Mit dem laufenden Abriss gewinnt die Stadt nun sichtbare Entwicklungsspielräume. Welche Nutzung langfristig auf dem Simprop-Areal entstehen wird, soll in den kommenden Monaten weiter konkretisiert werden. Klar ist jedoch schon jetzt: Die Brache, die über Jahre das Ortsbild prägte, gehört bald der Vergangenheit an.
