Kulturhaus „Erich Weinert“ soll saniert werden

Seelow. Die Stadt Seelow startet die umfassende Sanierung des DDR-Kulturhauses „Erich Weinert“ und der angrenzenden Trafostation. Für das Projekt stehen knapp 4,6 Millionen Euro bereit – rund vier Millionen davon aus EU-Mitteln, etwa 600.000 Euro trägt die Stadt selbst, wie das Brandenburger Infrastrukturministerium am Montag mitteilte.

Infrastrukturminister Detlef Tabbert übergab den Förderbescheid vor Ort und betonte die Bedeutung der Unterstützung kleiner Städte. „Gerade postmoderne Bauwerke wie das Kulturhaus verdienen es, erhalten und modernisiert zu werden, damit sie auch künftig kulturelle Aufgaben erfüllen können“, erklärte Tabbert.

Das unter Denkmalschutz stehende Kreiskulturhaus wurde zwischen 1954 und 1957 nach Entwürfen von Hans-Jürgen Kluge im klassizistischen Stil errichtet. Als prägnantes Beispiel der DDR-Kulturarchitektur zeigt es die Wiederaufbauphase Seelows nach dem Krieg und verfügt noch über eine gut erhaltene Originalausstattung.

Technisch und energetisch ist das Gebäude jedoch stark veraltet, Dach und Fassade weisen erhebliche Schäden auf. Der Sanierungsbedarf gilt als hoch und akut, um den Bestand des Einzeldenkmals zu sichern. Das Ensemble umfasst neben dem Kulturhaus die Trafostation, Parkanlagen und eine Grundschule. Heute finden hier jährlich über 400 Veranstaltungen statt – ein zentrales kulturelles Herzstück der Stadt, das 2020 vom Landkreis an Seelow überging.

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