Hotelruine am Dockkoog wird abgerissen

Husum. Am Husumer Dockkoog hat nach jahrelanger Debatte der Abriss der ehemaligen Hotelruine begonnen. Spaziergänger, die am Deich vorbeikommen, begrüßen den Start der Arbeiten: „Endlich geht es los“, heißt es immer wieder, während Bagger die marode Südfassade Stück für Stück abtragen. Staub, Lärm und schweres Gerät prägen derzeit das Bild an Husums Zugang zur Nordsee. Die Brücke, die einst das abgebrannte Hotel mit dem Deich verband, wurde vergangene Woche entfernt.

Brandruine seit 2018 – größter Schandfleck am Deich

Das Hotel stand seit 1969 am Dockkoog, bis es Anfang 2018 vollständig ausbrannte. Das Gebäude war zu diesem Zeitpunkt unbewohnt. Die Polizei ging später von Brandstiftung aus, fand jedoch keine Täter. Seit mehr als sieben Jahren verunstaltet die Ruine den beliebten Ausflugsort – für viele Husumer der sichtbarste Makel der gesamten Stadt.

Land fördert Neugestaltung – aber kein Hotelneubau

Bürgermeister Martin Kindl (CDU) verfolgte den Abrissstart persönlich und zeigt sich erleichtert. Gleichzeitig kann er auf neue Pläne verweisen: Das Land Schleswig-Holstein unterstützt die Neugestaltung des Areals mit über 5,1 Millionen Euro. Ein neues Hotel ist allerdings nicht vorgesehen.

Stattdessen soll der Dockkoog umfassend touristisch aufgewertet werden – mit einem neuen Campingplatz, barrierefreien Wegen, einem Badesteg sowie einer Spiel- und Bewegungslandschaft. Die Arbeiten am Gelände laufen parallel zum Abriss.

Abriss bis Anfang 2026 geplant

Wenn alles nach Zeitplan verläuft, werden die Rückbauarbeiten im Februar 2026 abgeschlossen sein. Erst dann kann der eigentliche Umbau der Dockkoog-Spitze beginnen. Für Husum endet damit eine jahrelange Hängepartie – und der Blick auf das Wattenmeer soll schon bald wieder ohne Ruinen im Vordergrund möglich sein.

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