Feuer in ehemaliger Gaststätte in Alkofen

Alkofen. In Alkofen, einem Ortsteil von Vilshofen an der Donau, ist in der Nacht zum 9. September 2026 eine ehemalige Gaststätte in Brand geraten. Ein Zeuge hatte gegen 4 Uhr eine eingeschlagene Fensterscheibe an dem Gebäude bemerkt und die Polizei verständigt. Kurz darauf stellten die Beamten Rauch im Dachbereich fest. Nach ersten Erkenntnissen brach der Brand im Bereich einer ehemaligen Umkleide im Keller aus. Die Feuerwehr konnte die Flammen schnell unter Kontrolle bringen. Verletzt wurde niemand. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 15.000 Euro. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand gehen die Behörden von vorsätzlicher Brandstiftung aus.

Noch während des Einsatzes trafen Polizeibeamte einen 27-jährigen Mann in unmittelbarer Nähe des Gebäudes an. Die Ermittler nahmen ihn vorläufig fest. Am Mittwochnachmittag wurde der Tatverdächtige einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Passau vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung einen Untersuchungshaftbefehl beantragt. Anschließend kam der Mann in eine Justizvollzugsanstalt.

Die Ermittlungen könnten über den aktuellen Fall hinausreichen. Nach Angaben der Polizei gibt es Hinweise darauf, dass der 27-Jährige möglicherweise auch mit vier weiteren Bränden in Alkofen und Thannet Ende 2024 in Verbindung stehen könnte. Ob tatsächlich ein Zusammenhang besteht, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Kriminalpolizei Passau.

Der Fall zeigt einmal mehr die Gefahren, die von aufgegebenen Gebäuden ausgehen können. Die ehemalige Gaststätte stand leer und war damit besonders anfällig für unbefugtes Betreten und Schäden. Mit dem Brand geriet erneut ein Lost Place in den Fokus – diesmal wegen eines mutmaßlich vorsätzlich gelegten Feuers.

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