Aus Postgebäude sollen 135 Mikro-Apartments werden

Düsseldorf. An der Kruppstraße 51 in Düsseldorf-Oberbilk soll ein jahrelanger Leerstand verschwinden. Das ehemalige Post- und Bürogebäude aus den 1950er Jahren steht seit mehreren Jahren weitgehend ungenutzt. Nun haben IMPACT Real Estate und Periskop Development das Gebäude aus der Insolvenzmasse der Interboden-Gruppe erworben und wollen es grundlegend revitalisieren. Damit könnte ein weiterer Düsseldorfer Leerstand eine neue Funktion erhalten. Statt Abriss und Neubau setzt das Projekt auf die Transformation des vorhandenen Gebäudes – ausgerechnet dort, wo jahrelang kaum noch Leben zu erkennen war.

Geplant sind 135 barrierefreie Mikro-Apartments mit durchschnittlich etwa 25 Quadratmetern. Insgesamt sollen rund 3.400 Quadratmeter Wohnfläche entstehen. Zielgruppen sind unter anderem Berufseinsteiger, Pendler, Projektmitarbeiter, Singles und Studierende. Ergänzt werden die kleinen Wohnungen durch Gemeinschaftsflächen mit Fitnessbereich, Coworking, Waschküche und Lounge. Im Erdgeschoss ist zudem eine Kulturfläche mit Café vorgesehen.

Auch baulich soll sich einiges verändern. Der Gebäudeteil an der Linienstraße soll in Holzhybridbauweise aufgestockt werden. Balkone zum Innenhof, eine neue Gebäudehülle und eine erneuerte Haustechnik sollen das bisher eher nüchterne Bürogebäude grundlegend verändern. Angestrebt wird eine energetische Ertüchtigung zum KfW-Effizienzhaus 55.

Das Projekt folgt damit dem Prinzip „Büro zu Wohnen“ beziehungsweise einer sogenannten Brown-to-Green-Transformation. Statt für Wohnraum einen weiteren Neubau auf der grünen Wiese zu errichten, soll ein vorhandener Gebäudebestand weitergenutzt und energetisch aufgewertet werden. Für Düsseldorf ist das durchaus relevant. Die Stadt weist selbst auf den anhaltenden Druck hin, vorhandene innerstädtische Flächen für zusätzliche Wohnnutzungen zu aktivieren.

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