Calbe. Nach dem Großbrand in einer leerstehenden Papierfabrik in Calbe (Salzlandkreis) laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Die Feuerwehr geht von Brandstiftung aus. Brandexperten des Landeskriminalamts haben am Montag Spuren am Brandort gesichert. Bürgermeister Sven Hause (parteilos) erklärte, dass es in dem Gebäude in den vergangenen Jahren bereits mehrfach gebrannt habe. Nun soll die Ruine statisch untersucht werden, um zu klären, ob Einsturzgefahr besteht.
Der Brand war am späten Sonntagabend ausgebrochen und hatte einen massiven Feuerwehreinsatz ausgelöst. Bis zu 60 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen. Die Feuerwehr zapfte die Saale an drei Stellen an, um genügend Löschwasser bereitzustellen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Gebäude bereits in Vollbrand, ein Teil stürzte während der Löscharbeiten ein. Verletzt wurde niemand, teilte die Leitstelle MDR SACHSEN-ANHALT mit.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Hinweise auf die Täter liegen bislang nicht vor.
