Bremen. Das Aus für das ehemalige Kaufhof-Gebäude in der Bremer Innenstadt ist beschlossen: Eine Prüfung der Stadtentwicklungsgesellschaft Brestadt hat ergeben, dass ein vollständiger Abriss wirtschaftlich und städtebaulich die beste Lösung ist. Die Arbeiten sollen 2027 beginnen.
Auf dem Grundstück, das auch das alte Parkhaus Mitte umfasst, soll ein nachhaltiger Neubau entstehen – mit begrünten Fassaden, einem Regenwasserkonzept und moderner Architektur. Damit reagiert der Senat auf Forderungen der Grünen, die nach Bekanntwerden der Abrisspläne mehr ökologische Standards verlangt hatten. SPD und Linke hatten sich bereits zuvor für den Abriss ausgesprochen.
Für die Planung dürfen sich nun vier Architekturbüros beteiligen – eines mehr als ursprünglich vorgesehen. Zunächst sollen sie gemeinsam ein Grundkonzept entwickeln, das anschließend als Basis für einen Wettbewerb dient.
Ein Teilabriss mit anschließender Neubauvariante würde laut der Brestadt-Studie rund 115 Millionen Euro kosten. Vorgesehen wären dabei ein Lichthof, zusätzliche Geschosse und eine neue Fassade. Alternativen wie ein Umbau oder der Erhalt des Gebäudes wurden geprüft, aber verworfen.
Auch das Dach der Lloydpassage steht zur Diskussion: Laut Bauressort-Sprecher Aygün Kilincsoy empfiehlt die Studie einen Abriss, endgültige Entscheidungen oder genaue Kostenschätzungen gibt es jedoch noch nicht.
Das Land Bremen hatte das frühere Kaufhof-Areal 2024 für rund 37 Millionen Euro übernommen. Mit der Gründung der Brestadt habe sich die Ausgangslage für die Entwicklung des Innenstadtquartiers deutlich verbessert, so Kilincsoy.
