Barsinghausen. Das Großprojekt Alte Zeche in Barsinghausen geht in die nächste Phase: Die Stadt hat die Ausschreibung für die Umgestaltung des bisherigen Parkplatzes am Zechensaal veröffentlicht. Aus der heutigen Schotterfläche soll ein multifunktionaler Ankunftsplatz entstehen – mit neuen Stellplätzen, Aufenthaltsbereichen, nachhaltiger Energieversorgung und innovativem Regenwassermanagement.
85 Stellplätze, Photovoltaik und E-Ladesäulen
Geplant sind 85 Stellplätze, die für Ordnung auf dem bisher unübersichtlichen Areal sorgen sollen. Teile davon werden mit Photovoltaikanlagen überdacht, um Strom für Ladepunkte für E-Autos und E-Bikes bereitzustellen. Daneben entstehen Grünflächen mit Picknickzonen, die Besucher zum Verweilen einladen.
Nachhaltigkeit im Fokus
Der Wohnmobilstellplatz wird neu gestaltet und durch klimaresistente Bepflanzung sowie eine grüne Einfassung aufgewertet. Ein innovatives Pflaster mit geringem Zementanteil, Mulden und Rigolen für die Regenwasserversickerung sowie eine Zisterne zur Bewässerung der Grünflächen sollen die ökologische Bilanz verbessern. „Wir wollen hier einen nachhaltigen Platz schaffen, der auch die Geschichte von Bergbau und Energie aufgreift“, betonte Bürgermeister Henning Schünhof.
Verbindung zur Bergbaugeschichte
Infotafeln entlang einer neuen Promenade werden künftig die Bergbaugeschichte der Region erlebbar machen und die Brücke zur Neukonzeption des Museums schlagen. Geplant sind zudem ein Freiluftmuseumsteil und ein neues Beschilderungskonzept für die Alte Zeche.
Drei Bauabschnitte für laufenden Betrieb
Die Bauarbeiten erfolgen in drei Abschnitten, um die Versorgung und Rettungswege jederzeit offen zu halten und den Betrieb der Alten Zeche während der Umbauphase nicht zu beeinträchtigen.
Finanziert wird das Projekt durch ein Bündel an Förderprogrammen, darunter die LEADER-Region Calenberger Land, „Finanzschwache Kommunen“ und die Zukunftsregion Hannover-Hildesheim. Dafür wurde auch der Mietvertrag mit der Eigentümerin, der Klosterkammer Hannover, angepasst.
