Abriss des Friedrich-Spee-Gymnasiums beginnt

Geldern. In Geldern beginnt eines der größten Schulbauprojekte der Stadtgeschichte: Der Neubau des Friedrich-Spee-Gymnasiums (FSG) rückt in greifbare Nähe. Knapp 40 Millionen Euro investiert die Stadt in das Vorhaben, das als Herzstück der Schulmodernisierungs-Offensive gilt. Noch in diesem Monat starten die ersten sichtbaren Abrissarbeiten.

„Dass es nun richtig losgeht, freut uns sehr“, sagt Bürgermeister Sven Kaiser. Verzögerungen habe es gegeben, weil die europaweiten Ausschreibungsverfahren aufgrund des Projektumfangs viel Zeit beanspruchten.

Das Abbruchunternehmen Freimuth Abbruch und Recycling hat bereits Container am Schulstandort aufgestellt. Zunächst werden Innenräume entkernt – von Heizkörpern über Kabel bis zu Tafeln. Anschließend erfolgt der vollständige Abriss in rund 20 Bauabschnitten, beginnend an der Ecke Friedrich-Nettesheim-Weg. Bis spätestens zum zweiten Quartal 2026 soll das alte Gebäude verschwunden sein – abhängig vom Wetter.

Das Architekturbüro Hausmann Architekten aus Aachen hatte zuvor geprüft, ob eine Sanierung möglich wäre. Ergebnis: Ein Komplett-Neubau sei wirtschaftlicher und technisch sinnvoller. Alte Bausubstanz, mangelhafte Abdichtungen und fehlende Dämmung hätten eine Modernisierung zu riskant gemacht.

Während der Bauzeit lernen die Schülerinnen und Schüler an Interimsstandorten – im ehemaligen Realschulgebäude am Westwall und in der früheren Sekundarschule an der Anne-Frank-Straße.

Ab Mitte November werden zudem weitere Baustellencontainer auf dem Parkplatz gegenüber des Gymnasiums aufgestellt. Der Platz bleibt voraussichtlich bis zum Bauende gesperrt.

Fragen rund um das Bauprojekt beantwortet die Gelderner Baugesellschaft unter info@geldern-bau.de oder telefonisch unter 02831 913040.

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