Zimmererarbeiten am Dachstuhl des Nutzwasserwerks

Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Bolz
Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Bolz

Trier-Olewig. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt ein bedeutendes Industriedenkmal in Trier-Olewig: Für die Zimmererarbeiten am Schieferdach des Schieberhauses des ehemaligen Nutzwasserwerks stellt die Stiftung 50.000 Euro bereit. Finanziert wird die Förderung durch Spenden und die Lotterie GlücksSpirale.

Das Nutzwasserwerk wurde 1908 errichtet und diente bis 1969 in erster Linie der Lederproduktion. Es versorgte die örtliche Fabrik mit Wasser und könnte zudem Dampflokomotiven gespeist haben. Herzstück der Anlage ist ein unterirdisches Reservoir von rund 1.000 Kubikmetern, gegliedert in elf überwölbte Kammern. Der Zugang erfolgte über das kleine Schieberhaus, das heute noch erhalten ist.

Der quadratische Bruchsteinbau trägt ein markantes neubarockes Pyramidendach aus Schiefer, zweifach geschweift und an der Spitze von einer Kugel bekrönt. Korbbogige Türen und schmiedeeiserne Fenstergitter prägen den Charakter des Bauwerks. Während die zugehörige Lederfabrik längst verschwunden ist, gilt das Schieberhaus als wichtiges Zeugnis Trierer Industriegeschichte.

Mit der aktuellen Förderung soll das aufwendig gestaltete Dach saniert und damit die Substanz des seltenen Baudenkmals langfristig gesichert werden.

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