Forbach. Die markante Holzbrücke im baden-württembergischen Forbach steht vor ihrer umfassendsten Sanierung seit Jahrzehnten. Für die Instandsetzung des historischen Bauwerks stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 70.000 Euro bereit. Die Mittel fließen insbesondere in die Erneuerung der charakteristischen Schindeldachdeckung, die das Bauwerk seit Generationen vor Wind und Wetter schützt. Die Brücke gilt als das bekannteste Wahrzeichen der Gemeinde Forbach im Murgtal und zählt zu den meistfotografierten Motiven der Region. Jahr für Jahr passieren zahlreiche Wanderer und Touristen das Bauwerk auf beliebten Fernwanderwegen wie der Murgleiter oder dem Westweg.
Holzbrücke verbindet Geschichte und Gegenwart
Der Standort der Brücke besitzt eine jahrhundertealte Tradition. Historische Quellen führen den Übergang über die Murg bis ins Spätmittelalter zurück. Die heutige Konstruktion entstand allerdings erst in den Jahren 1954 und 1955. Sie wurde bewusst nach dem Vorbild einer Vorgängerbrücke aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet. Entworfen wurde die heutige Brücke vom Karlsruher Bauingenieur Gerhard Hempel, der dabei historische Bauformen mit den Anforderungen der Nachkriegszeit kombinierte. Bis heute prägt das Bauwerk das Ortsbild von Forbach und ist ein wichtiger Bestandteil der regionalen Identität.
Schutzschild aus Holz und Schindeln
Die rund 40 Meter lange Fachwerkbrücke wurde überwiegend aus Nadelholz gebaut. Einzelne tragende Elemente bestehen aus besonders widerstandsfähigem Eichenholz. Um die Konstruktion dauerhaft vor Niederschlag und Temperaturschwankungen zu schützen, erhielt die Brücke eine seitliche Verschalung sowie das markante Schindeldach. Gerade diese Schutzmaßnahmen sind entscheidend für die Lebensdauer historischer Holzbauwerke. Ohne regelmäßige Erneuerung drohen Feuchtigkeitsschäden und erhebliche Eingriffe in die Tragstruktur.
Forbach investiert in seine Identität
Die Sanierung der Holzbrücke ist weit mehr als eine bauliche Maßnahme. Für die Gemeinde Forbach geht es um den Erhalt eines Bauwerks, das Geschichte, Tourismus und regionale Identität miteinander verbindet. Mit der nun angestoßenen Gesamtinstandsetzung soll sichergestellt werden, dass das Wahrzeichen des Murgtals auch künftigen Generationen erhalten bleibt.
