Augsburg. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die Konservierung der historischen Holzfenstertore am nördlichen Ringlokschuppen des ehemaligen Bahnbetriebswerks in Augsburg mit 60.000 Euro. Bei einem Pressetermin am 9. Oktober 2025 übergab Rudolf Amann, Ortskurator Augsburg der DSD, den symbolischen Fördervertrag an Dipl.-Ing. Markus Hehl von der Bahnpark Augsburg gGmbH.
Der Ringlokschuppen, erbaut zwischen 1904 und 1906, ist das Herzstück des historischen Bahnbetriebswerks und eines der wenigen erhaltenen Gebäude seiner Art im ursprünglichen Zustand. Das Halbkreisgebäude verfügt über 31 Lokomotivstände, eine charakteristische Drehscheibe und Sterngleise, die den Dampflokomotiven des frühen 20. Jahrhunderts die Wende- und Abstellmöglichkeiten boten. Die Ostfassade zeigt eine gemauerte Lochstruktur, während die Westfassade durch Stahl- und Glastore gegliedert ist. Innen sorgt ein hölzernes Strebewerk für die typische Tragwerkskonstruktion.
Der Bahnpark Augsburg beherbergt heute Lokomotiven aus ganz Europa und gilt als bedeutendes Kultur- und Museumsprojekt, das die Eisenbahntechnikgeschichte bewahrt. Das Gelände umfasst neben dem Ringlokschuppen unter anderem Radsatz-Reparaturhallen, Schmiede, Kesselhaus, Triebwagenhalle und die historische Lokomotivdrehscheibe. Augsburg entwickelte sich bereits im 19. Jahrhundert zu einem der wichtigsten Eisenbahnstandorte Bayerns, was die historische Bedeutung des Bahnbetriebswerks unterstreicht.
Mit der Förderung leistet die DSD einen wichtigen Beitrag zum Erhalt eines einzigartigen Industriebaudenkmals und zur Bewahrung der bayerischen Eisenbahngeschichte.
