Dachinstandsetzung am Zoo-Eingangsgebäude in Rostock

Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schöps
Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schöps

Rostock. Der Zoo Rostock erhält finanzielle Unterstützung zur Sanierung eines seiner geschichtsträchtigsten Gebäude: Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt 20.000 Euro für die Instandsetzung des historischen Eingangsgebäudes „Trotzenburg“ bereit. Der symbolische Fördervertrag wird am Montag, den 28. Juli 2025 um 13.00 Uhr von Ralf Schinke, Ortskurator der DSD in Rostock, an Zoodirektorin Antje Angeli übergeben – im Beisein der Architekten Hannes Rother und Andre George.

Das Geld fließt in die denkmalgerechte Erneuerung des Dachs mit einer traditionellen Biberschwanz-Doppeldeckung. Das markante Gebäude gehört damit zu den über 650 Projekten in Mecklenburg-Vorpommern, die die DSD im Rahmen ihres 40-jährigen Bestehens durch Spenden, Stiftungserträge und die Lotterie GlücksSpirale fördern konnte.

Architektonisches Erbe mit bewegter Geschichte

Das Trotzenburg-Gebäude stammt aus dem Jahr 1909 und wurde ursprünglich als Wartehalle für die nahe Straßenbahn nach Entwürfen des Stadtbaumeisters Friedrich Ludwig Tessendorf errichtet. Es blickt auf eine wechselvolle Nutzungsgeschichte zurück: vom Affenquartier über eine Tierpflegerwohnung bis hin zum Verwaltungs- und Kassengebäude des Zoos. Im Laufe der Jahrzehnte wurde es mehrfach umgebaut – unter anderem durch Anbauten, vermauerte Fenster und Türen sowie den Abriss der einst dazugehörigen Pergola.

Ein Stück Stadtgeschichte wird bewahrt

Mit der Dachsanierung wird ein weiterer Schritt zur Rückführung und Erhaltung des ursprünglichen architektonischen Charakters unternommen. Die DSD unterstreicht damit erneut ihr Engagement für baukulturelles Erbe – insbesondere für Gebäude, die nicht nur funktional sind, sondern eine identitätsstiftende Rolle im öffentlichen Raum spielen.

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