Turniergebäude in Bad Kissingen wurde restauriert

Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe
Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe

Bad Kissingen. Nach jahrelangem Verfall erhält das historische Turniergebäude in Bad Kissingen eine neue Zukunft. Am 31. Juli 2025 um 15.30 Uhr wird das frisch sanierte Bauwerk im Rahmen eines feierlichen Festakts wieder seiner Bestimmung übergeben. Die umfassende Instandsetzung war möglich dank einer gemeinsamen Spendenkampagne der Stadt und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Insgesamt kamen beeindruckende 440.000 Euro zusammen – ein bedeutender Beitrag zur Gesamtfinanzierung von 2,5 Millionen Euro.

Ein zentrales Element der Kampagne: Über 100 Unterstützerinnen und Unterstützer übernahmen eine „Sitzplatz-Patenschaft“ für jeweils 555 Euro. Ihre Namen werden auf individuellen Plaketten am Tribünenbau verewigt – ein symbolisches Zeichen bürgerschaftlichen Engagements für den Erhalt des UNESCO-Welterbes.

Wiederaufbau eines gefährdeten Kulturdenkmals

Das Turniergebäude von 1922, einst modernstes Freizeitangebot am Saaleufer, war akut einsturzgefährdet: Feuchtigkeit und Witterung hatten das hölzerne Tragwerk stark beschädigt, Sandsteinelemente fielen teilweise ab. Wegen akuter Einsturzgefahr musste der Bau vorübergehend gesperrt und notgesichert werden. Nun ist das Denkmal in seiner charakteristischen Form mit flachem Satteldach, hölzerner Tribüne und roten Sandsteinaufgängen wiederhergestellt – ein wichtiger Beitrag zur architektonischen Vielfalt der Kurstadt.

Beim Festakt überreicht Professor Reinhard Haus, Ortskurator der DSD in Bad Kissingen, dem Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel eine offizielle Bronzetafel der Stiftung. Sie würdigt das Engagement privater Spenderinnen und Spender und soll weitere Unterstützung für den Denkmalschutz anstoßen.

Ein Zeichen für das Welterbe und die Zukunft

Als Teil der UNESCO-Welterbestätte „Bedeutende Kurstädte Europas“ steht das Turniergebäude nicht nur für historische Freizeitkultur, sondern auch für den Stolz und die Identität der Stadt. Die Sanierung ist ein starkes Signal für den verantwortungsvollen Umgang mit dem baukulturellen Erbe und zeigt, wie gemeinschaftliches Engagement Denkmale retten kann.

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