Benko-„Ruine“ wird jetzt abgerissen

Foto: Signa
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Wien. Auf der Wiener Mariahilfer Straße hat sich die Großbaustelle des ehemaligen Kaufhausprojekts „Lamarr“ wiederbelebt – allerdings nicht mit Neubauten, sondern mit Abrissarbeiten. Der neue Eigentümer, die Stumpf Development GmbH, lässt die Bausubstanz Schritt für Schritt zurückbauen. „Es handelt sich um einen nicht konstruktiven Abbruch, der bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll“, erklärte Geschäftsführer Stefan Zöser gegenüber der APA.

Das Projekt hatte nach der Insolvenz der Signa-Gruppe stillgestanden, bevor ein Unternehmen des Wiener Investors Georg Stumpf die Liegenschaft übernahm. Seit Ende 2023 ruhte die Baustelle – nun werden hinter Bauzäunen Bauteile entfernt und im Inneren gesammelt.

Für die Zukunft ist ein deutlich kleiner dimensioniertes Konzept vorgesehen: Auf drei unteren Ebenen entstehen rund 12.000 Quadratmeter Handelsflächen, darüber etwa 200 Wohnungen mit Balkonen und Loggien auf 15.500 Quadratmetern. Der vordere Gebäudeteil wird dafür teilweise abgetragen, während im hinteren Bereich weiterhin ein Hotel mit rund 220 Zimmern geplant ist. Eine öffentlich zugängliche Dachterrasse soll ebenfalls umgesetzt werden – eine zentrale Forderung des Bezirks.

Ein gesondertes Abbruchverfahren ist für die laufenden Arbeiten nicht erforderlich. Auch die Umwandlung von einem Kaufhausprojekt hin zu einer Mischnutzung mit Wohnen, Handel und Hotellerie ist rechtlich zulässig, solange ein entsprechendes Bauansuchen gestellt wird.

Die äußere Gebäudehülle bleibt in großen Teilen bestehen, doch das Gesamtvolumen wird kleiner ausfallen. Geplant sind großzügige Innenhöfe, die mehr Licht und Aufenthaltsqualität schaffen sollen. Die Fertigstellung des Projekts wird derzeit für Ende 2027 oder Anfang 2028 anvisiert.

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