Vom 1. April bis zum 30. Juni 2025 verwandelt sich die Kulturkirche St. Blasii in Quedlinburg in eine Galerie für das Verborgene: Die Ausstellung „Lost Places“ zeigt eindrucksvolle Fotografien verlassener Orte aus Quedlinburg und Umgebung. Hinter der Kamera steht der Hobbyfotograf Dennis Kubiak – ein echter Lokalmatador mit einem Blick für das Verlorene und Vergessene.
Kubiak, 49 Jahre alt, stammt aus Quedlinburg und lebt heute in Neinstedt. Seit vielen Jahren widmet er sich leidenschaftlich der Digitalfotografie. Sein Fokus liegt auf Orten, die dem Verfall preisgegeben sind – alten Fabrikgebäuden, verlassenen Feldern oder längst vergessenen Warten aus dem historischen Quedlinburger Feldwartensystem. Was andere übersehen, macht Kubiak sichtbar: Lichtstimmungen, Strukturen, Spuren der Vergangenheit – festgehalten in atmosphärischen Bildern voller Melancholie und Respekt.
Zwischen Industriecharme und Naturidylle
Die Ausstellung präsentiert einen vielfältigen Mix aus Industriearchitektur und Naturmotiven – stillgelegte Produktionsstätten mit rostigen Fenstern, moosbedeckte Mauern, verlassene Aussichtswarten, die von besseren Zeiten erzählen. Es sind Orte, die auf den ersten Blick verloren wirken, aber durch Kubiaks Linse ihre Würde zurückerhalten.
Ein fotografischer Blick hinter die Fassaden der Region
Mit seiner Ausstellung macht Dennis Kubiak auf die stille Magie regionaler Lost Places aufmerksam – Orte, die sonst unbeachtet bleiben. Ein Muss für alle, die sich für Fotografie, Stadtgeschichte oder die Ästhetik des Verfalls interessieren.
