Im Jahr 1895 erwarb der wohlhabende Kölner Unternehmer Max von Guilleaume den Gutshof im Calmuth-Tal, der zuvor als Klosterhof der Benediktiner-Propstei Apollinarisberg in Remagen diente. Ursprünglich war das Anwesen eher schlicht gehalten, doch Guilleaume ließ es bis 1911 nach Plänen des Architekten Otto March umfangreich umbauen und erweitern. So entstand das repräsentative Herrenhaus, das später unter dem Namen Schloss Calmuth bekannt wurde.
1934 verkauften die Erben das Anwesen an die Reichsjugendführung, die das Gebäude als Heim für die Hitlerjugend nutzte. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Gut von 1946 bis 1996 als Sitz der Firma Internationale Film-Union GmbH in Remagen.
Im Dezember 2008 erwarb der Bonner Unternehmer Frank Asbeck das Gelände. Asbeck, ein begeisterter Jäger, plante, das Anwesen zu einem Forsthaus auszubauen und die umliegenden Wälder für die Jagd zu nutzen. Zudem wollte er Forstwirtschaft betreiben und beabsichtigte, über die 20 Hektar des ehemaligen Film-Union-Geländes hinaus weitere Waldflächen zu erwerben. So schloss er bereits einen Kaufvertrag über 100 Hektar Wald mit einem privaten Eigentümer ab und zeigte zudem Interesse daran, weitere 100 Hektar Wald von der Stadt Remagen zu erwerben.
Im Jahr 2010 sorgte Asbecks Entscheidung, das Gelände des Guts einzuzäunen, für öffentliche Diskussionen und Kontroversen.
Denkmal des Quartals
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