Warnamt-Verein präsentiert sich erstmals

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Meinerzhagen. Ein ehemals geheimer Atomschutzbunker soll zu einem lebendigen Erinnerungs- und Bildungsort werden: Dieses Ziel verfolgt der Verein „Warnamt IV NRW“, der sich um den Erhalt und die Umnutzung des Bunkers am Schnüffel kümmert. In dem über 16.000 Quadratmeter großen Bauwerk unter der Erde plant der Verein ein Zentrum, das Geschichte erlebbar macht – mit einem besonderen Fokus auf Information und pädagogische Aufarbeitung.

Erstmals präsentierte sich der junge Verein nun der Öffentlichkeit – beim Meinerzhagener Frühling. Dort nutzte man die Gelegenheit, sich mit anderen Organisationen zu vernetzen und für das Projekt zu werben. Gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk (THW) informierte man über moderne Krisenvorsorge, die weit über den historischen Kontext des Kalten Krieges hinausgeht.

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Vorsorge für den Ernstfall – auch heute relevant

Im Zentrum stand die Frage: Wie kann sich jede und jeder auf mögliche Krisen wie Stromausfälle, Cyberangriffe oder Naturkatastrophen vorbereiten? Vereinsvorsitzender Timo Berges erklärte: „Vorsorge ist heute wichtiger denn je – nicht aus Angst, sondern aus Vernunft. Die letzten Jahre haben gezeigt, wie anfällig unsere Systeme sind. Es braucht nicht unbedingt einen Krieg, um in eine kritische Situation zu geraten.“

Dabei griff der Verein auch auf aktuelle Empfehlungen des Bundes zurück, etwa zur Notbevorratung von Lebensmitteln und Wasser. Der Bezug zur Gegenwart sei wichtig, um das Projekt greifbar zu machen – und zu zeigen, dass die Auseinandersetzung mit dem Bunker nicht nur historisch, sondern auch gesellschaftlich relevant ist.

Ein Museum unter der Erde

Langfristig soll der Bunker der Öffentlichkeit als Museum zugänglich gemacht werden. Geplant ist ein Erlebniszentrum, das sowohl geschichtliche Einblicke als auch moderne Themen wie Katastrophenschutz und zivile Sicherheit vermittelt. Erste Führungen gab es bereits im Rahmen des Stadtfestes zu gewinnen – ein Vorgeschmack auf das, was künftig möglich sein soll.

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Gute Resonanz auf dem Stadtfest

Die Teilnahme am Meinerzhagener Frühling war für den Verein ein wichtiger Schritt. „Wir sind überwältigt vom positiven Zuspruch und fühlen uns inmitten von Feuerwehr, DRK und THW sehr gut aufgehoben“, so Berges. Er kann sich gut vorstellen, künftig gemeinsam mit dem THW an der Weiterentwicklung der sogenannten Blaulichtmeile mitzuwirken – vielleicht sogar mit einem festen Platz für das Warnamt-Projekt.

Die Suche nach Unterstützern und Mitstreitern geht unterdessen weiter – ebenso wie die Vision, aus einem Relikt des Kalten Krieges einen modernen Lern- und Erinnerungsort für kommende Generationen zu schaffen.

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