Aus dem Spaßbad Blub wird ein exklusiver Wohnpark

Foto: rottenplaces Archivfoto
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Berlin-Neukölln. Auf dem Gelände des einstigen Freizeitbads Blub entsteht derzeit eines der größten privaten Wohnbauprojekte Berlins: „Greenpark“. Wo früher Rutschen und Schwimmbecken standen, wächst nun ein moderner Wohnkomplex mit 15 Gebäuden. Am Donnerstag feierten die Projektpartner das Richtfest – ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zur geplanten Fertigstellung im kommenden Jahr.

Das Projekt ist das Ergebnis einer langen Entwicklungsgeschichte, an der mehrere Akteure beteiligt sind, darunter die Unternehmen Bauwens, Goldbeck, Greystar und das landeseigene Wohnungsunternehmen Berlinovo. Frühere Beteiligte wie die Münchener H-Group haben sich bereits vor Jahren zurückgezogen. Nach zähen Verhandlungen mit dem Bezirk Neukölln über Infrastrukturfragen und Sozialwohnungsanteile wurde 2018 ein Kompromiss gefunden, der den Weg für den Bau freimachte.

Von Ruine zum modernen Stadtquartier

Jahrelang war das verlassene Blub-Gelände ein „Lost Place“, beliebt bei Abenteurern und leider auch Vandalismus ausgesetzt. Fotos aus dieser Zeit sollen künftig die Gemeinschaftsräume des neuen Quartiers schmücken, erklärte Maximilian Herbst vom Projektbetreiber Greystar.

„Greenpark“ ist auf dem rund 3,5 Hektar großen Areal mit einem angrenzenden Feuchtbiotop entstanden. Ursprünglich waren nur etwa 450 Wohnungen geplant – inzwischen sind es 860. Grund dafür ist ein Zugeständnis des Bezirks: Da das Projekt noch vor der Sozialwohnungsbaupflicht startete, erhielt der Entwickler Bauwens mehr Bauvolumen im Gegenzug für Sozialwohnungen, die nun unter anderem im Gebäude 15 von Berlinovo angeboten werden.

Flexibles Wohnen für urbane Zielgruppen

Die Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen im „Greenpark“ sind kompakt geschnitten, im Schnitt rund 45 Quadratmeter groß, größtenteils möbliert und für eine flexible Mietdauer ab sechs Monaten verfügbar. Die Zielgruppe: junge Berufstätige, Paare oder kleine Familien, die temporär in der Hauptstadt wohnen möchten. Herbst weist darauf hin, dass der Wohntrend ohnehin hin zu Ein- oder Zwei-Personen-Haushalten gehe.

Foto: Goldbeck
Foto: Goldbeck

Ein Quartier mit Gemeinschaftsgefühl und Freizeitwert

Neben dem Wohnen setzt das Projekt stark auf Gemeinschaft: Es gibt Räume zum Kochen, Treffen und Feiern, ein Kino, ein Podcast-Studio, Sportflächen für Beachvolleyball und Padel-Tennis sowie ein Fitness- und Yogabereich. Ein Coworking-Space ermöglicht Arbeiten direkt vor Ort. Ein Organisationsteam kümmert sich um das Community-Management und plant regelmäßig Veranstaltungen für die Mieter.

Nachhaltigkeit und Tempo im Fokus

Besonders hervorzuheben ist das nachhaltige Energiekonzept: Wärmepumpen, Solaranlagen, ein Abwasser-Wärmetauscher und ein Regenwasserspeicher sollen den Energiebedarf umweltfreundlich decken. Auch eine Kita mit 100 Plätzen ist vorgesehen.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner lobte beim Richtfest das Bauprojekt ausdrücklich. Die Rohbauten wurden in nur 13 Monaten errichtet – mithilfe vorgefertigter Bauelemente, wie sie das Bauunternehmen Goldbeck einsetzt. „Das ist das Tempo, das Berlin braucht“, so Wegner.

Der Einzug der ersten Mieter ist für April 2026 geplant. Die Vermietung soll bereits Ende 2025 starten – online und unkompliziert.

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